„Entspreche nicht der konservativen Kandidatin“
CDU-Politikerin erregt mit Kette auf Wahlplakat Aufsehen
Aktualisiert am 22.08.2026 – 11:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein besonderes Schmuckstück auf einem Wahlplakat hat Diskussionen ausgelöst. Eine Politikerin berichtet von Anfeindungen.
Die CDU-Lokalpolitikerin Corinna Jodeit hat mit ihrer Schmuckwahl auf einem Wahlplakat Aufsehen erregt und zahlreiche negative Reaktionen hervorgerufen. Jodeit kandidiert bei der niedersächsischen Kommunalwahl für den Stadtrat von Wildeshausen im Kreis Oldenburg. Auf dem Plakat trägt sie eine goldene Kette, die das Wort „Milf“ zeigt.
Der Begriff steht als Abkürzung für „Mother I’d like to fuck“ (übersetzt: „Mutter, mit der ich gerne Sex hätte“). Laut Duden wird die Bezeichnung für eine „attraktive reifere, erfahrene Frau“ verwendet. Das Tragen der Kette löst insbesondere im Internet Kritik aus. Jodeit sieht sich zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt.
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Der „Kreiszeitung“ sagte Jodeit, die Kette sei „natürlich provokant“. Sie könne verstehen, dass nicht jeder die Wortwahl befürworte. Allerdings drücke der Begriff für sie Selbstständigkeit und Stärke aus. Zudem betont sie mit Verweis auf ihren 15-jährigen Sohn: „Ich bin gerne eine Mutti.“
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Die Kette gehöre zu ihrem Stil, es wäre demnach nicht authentisch gewesen, sie abzunehmen. Mit bunten Tattoos, knalligen Nägeln und der Kette entspreche sie nicht dem klassischen Bild einer konservativen Kandidatin. „Ich sehe nicht unbedingt wie CDU aus“, sagte Jodeit weiter.
Die Anfeindungen im Internet gingen laut Jodeit nicht spurlos an ihr vorbei. Dennoch wolle sie weiterhin antreten, ihre Partei stehe hinter ihr. Sie betont: „Es geht bei der Kritik doch gar nicht um die Kette, sondern darum, dass es mir schwerer gemacht werden soll.“
