Vor Finale der Europa League

Freiburg-Profi bekommt Titel-Auftrag von Tochter


19.05.2026 – 20:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Zwei Gesichter des Freiburger Erfolgs: Trainer Julian Schuster (l.) und Kapitän Christian Günter. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Thomas Hess/imago)

Vor dem Europa-League-Finale bringt Freiburg-Kapitän Christian Günter seine Tochter in den Kindergarten. Bei der Verabschiedung macht sie ihm eine klare Ansage.

Aus Istanbul berichtet Nikolai Stübner

Der SC Freiburg steht vor dem größten Spiel der Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal bestreiten die Breisgauer ein europäisches Finale. Im Endspiel der Europa League wartet am Mittwoch (21 Uhr im Liveticker bei t-online) mit Aston Villa ein Klub aus der Premier League.

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel hat SC-Kapitän Christian Günter berichtet, dass er vor der Anreise eine Ansage der besonderen Art bekommen hat. Noch am Dienstagmorgen habe der 32-Jährige seine Tochter in den Kindergarten gebracht, bevor er Richtung Istanbul aufbrach. Er bekam vor ihr einen klaren Auftrag. Günter: „Meine Tochter hat mir noch hinterhergerufen, dass ich ein Tor schießen soll. Aber sonst war es eine Verabschiedung wie immer.“

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Der achtmalige deutsche Nationalspieler habe sie umarmt wie sonst auch, allerdings habe sie eine Sache betont: „Sie weiß, dass wir einen Pokal gewinnen können. Das hat sie auch nochmal explizit gesagt, dass wir das tun sollen. Ich hoffe, wir nehmen sie alle beim Wort.“

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Diese Hoffnung hat auch Trainer Julian Schuster. Der 41-Jährige spielte zehn Jahre für die Freiburger, danach arbeitete er als Trainer im Klub weiter, ist seit zwei Jahren Chef bei den Profis. In dieser Zeit hat er einiges miterlebt: „Wir sind abgestiegen in die 2. Liga und einige Jahre später dürfen wir morgen ein europäisches Finale spielen. Für den Moment spüre ich keinen Druck, sondern eine große Vorfreude. Das liegt an der Mannschaft. Sie schenkt mir diesen unglaublichen Glauben.“

Einen Glauben, den er nicht hätte, wenn er noch selbst spielen würde. Auf die Frage, wie sehr es ihm in den Füßen noch kribbelt, antwortet er mit einem verschmitzten Lächeln: „Würde ich selbst spielen, wäre der Glaube nicht so groß. Von daher ist es gut, dass ich an der Seitenlinie stehe und die Jungs auf dem Platz.“

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