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Home » Cholesterin, Makuladegeneration und Corona: EMA empfiehlt neue Medikamente
Gesundheit

Cholesterin, Makuladegeneration und Corona: EMA empfiehlt neue Medikamente

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 28, 2026
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Cholesterin, Makuladegeneration und Corona: EMA empfiehlt neue Medikamente

Hoffnung für Millionen Patienten

EMA empfiehlt neue Medikamente zur Zulassung


28.07.2026 – 12:40 UhrLesedauer: 3 Min.

Blutuntersuchung (Symbolbild): Gegen zu hohe Blutfettwerte könnte es bald drei neue Medikamente geben.Vergrößern des Bildes

Blutuntersuchung (Symbolbild): Gegen zu hohe Blutfettwerte könnte es bald drei neue Medikamente geben. (Quelle: StefaNikolic/getty-images-bilder)

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Die EMA empfiehlt zwölf neue Medikamente zur Zulassung. Darunter sind neue Therapien gegen hohe Cholesterinwerte, Makuladegeneration, Schuppenflechte und Covid-19.

Patienten in Europa könnten schon bald von mehreren neuen Therapien profitieren. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung von zwölf neuen Medikamenten empfohlen – darunter gleich drei Mittel gegen hohe Cholesterinwerte, eine neuartige Behandlung der feuchten Makuladegeneration und ein Medikament, das nach Kontakt mit einer infizierten Person vor Covid-19 schützen soll.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA sprach die Empfehlungen auf seiner Juli-Sitzung aus. Die endgültige Entscheidung trifft nun die Europäische Kommission, die den Empfehlungen des Ausschusses in der Regel folgt. Besonders für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Augenerkrankungen oder Schuppenflechte könnten die Entscheidungen neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen.

Drei neue Medikamente gegen hohe Cholesterinwerte

Besonders viele Menschen dürften die Empfehlungen im Bereich der Fettstoffwechselstörungen betreffen. Die EMA empfiehlt gleich drei neue Medikamente für Erwachsene mit primärer Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie (Cholesterin und Triglyceride erhöht). Beide Erkrankungen führen dazu, dass zu viel LDL-Cholesterin – oft als „schlechtes Cholesterin“ bezeichnet – im Blut zirkuliert. Dadurch steigt unter anderem das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Zu den empfohlenen Präparaten gehören:

  • Lyrokaul (Lerodalcibep): Patienten können sich das Medikament einmal im Monat selbst unter die Haut spritzen. Es bindet das Eiweiß PCSK9, das den Abbau wichtiger LDL-Rezeptoren in der Leber fördert. Dadurch kann die Leber mehr LDL-Cholesterin aus dem Blut entfernen. Das Medikament richtet sich insbesondere an Menschen, deren Cholesterin trotz maximal verträglicher Statintherapie zu hoch bleibt, oder die Statine nicht vertragen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Reaktionen an der Injektionsstelle.
  • Ubeslo (Obicetrapib): Obicetrapib nutzt einen neuen Mechanismus zur Cholesterinsenkung. Er hemmt das sogenannte Cholesterylester-Transferprotein (CETP), das am Fettstoffwechsel beteiligt ist. Dadurch sinkt der LDL-Cholesterinspiegel. Die Tabletten können einmal täglich mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Bluthochdruck, Benommenheit, Kopfschmerzen, Durchfall und Bauchschmerzen.
  • Evlarco (Obicetrapib/Ezetimib): Evlarco kombiniert Obicetrapib zusätzlich mit dem Wirkstoff Ezetimib, das die Cholesterinaufnahme im Darm verringert. Auch Evlarco wird einmal täglich als Tablette eingenommen.

Alle drei Medikamente ergänzen eine cholesterinbewusste Ernährung und können allein oder zusammen mit anderen cholesterinsenkenden Therapien eingesetzt werden.

Hoffnung für Patienten mit feuchter Makuladegeneration

Auch Menschen mit einer altersbedingten feuchten Makuladegeneration könnten künftig von einer neuen Therapie profitieren. Die Erkrankung schädigt die Netzhautmitte und zählt zu den häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust bei älteren Menschen.

Bisher benötigen viele Betroffene alle vier Wochen eine Spritze direkt ins Auge. Mit Susvimo (Ranibizumab) empfiehlt die EMA nun erstmals ein nachfüllbares Augenimplantat für die EU. Ärzte setzen es bei einem chirurgischen Eingriff ins Auge ein. Es gibt den Wirkstoff kontinuierlich ab und muss nur alle sechs Monate nachgefüllt werden.

  • Laut Studie: Bei dieser Sehminderung im Alter steigt womöglich das Krebsrisiko

In einer Phase-III-Studie erwies sich das Implantat beim Erhalt der Sehschärfe als vergleichbar mit den bisherigen monatlichen Injektionen. Gleichzeitig könnte die neue Therapie die Zahl der Arztbesuche deutlich verringern.

Neues Wirkprinzip gegen Schuppenflechte

Bald könnten auch Menschen mit Plaque-Psoriasis, der häufigsten Form der Schuppenflechte, eine zusätzliche Behandlungsoption erhalten. Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung verursacht gerötete, schuppende Hautstellen und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

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