Hamburg und Bitterfeld
Chemiekonzern schließt deutsche Standorte
11.09.2026 – 16:53 UhrLesedauer: 1 Min.
Zwei Standorte mit insgesamt 90 Beschäftigten sollen für immer schließen: Evonik baut seine Struktur in Deutschland um.
Der Spezialchemiekonzern Evonik will zwei seiner Standorte in Deutschland schließen. Die Niederlassungen in Bitterfeld und Hamburg würden im kommenden Jahr zugemacht, teilte der Konzern am Freitag mit. Die dort betriebenen Geschäfte sollten an größeren Standorten konzentriert werden.
In Hamburg arbeiteten derzeit 50 Personen im Bereich Kosmetik- und Pflegeprodukte, in Bitterfeld produzierten 40 Menschen Chlorsilane. Für die Beschäftigten würden in den kommenden Monaten in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern möglichst sozialverträgliche Lösungen erarbeitet.
Produktions-, Verwaltungs- und Laborstrukturen seien in einigen Bereichen zu stark fragmentiert, sagte Claus Rettig, Interims-Vorstandsvorsitzender von Evonik. „Das führt zu unnötig hohen Kosten und schwächt unsere Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb müssen wir Evonik auch räumlich stärker bündeln und unsere Strukturen gezielt konzentrieren, um effizienter zu arbeiten, Innovationen schneller voranzutreiben und so unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“
