Weidel erteilt klare Absage

BSW hofft auf Wahlveranstaltung mit AfD


01.07.2026 – 14:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Das BSW hat der AfD gemeinsame Podiumsdiskussionen von Sahra Wagenknecht (r.) und Alice Weidel vorgeschlagen. Die Partei lehnt den Vorstoß jedoch ab. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Die AfD erteilt dem BSW eine klare Absage für gemeinsame Wahlkampfauftritte. Dialoge seien möglich, wenn das BSW die Fünfprozenthürde geschafft habe.

Die Anfrage des BSW, gemeinsame Podiumsdiskussionen seiner Gründerin Sahra Wagenknecht mit der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel zu veranstalten, hat AfD-Vorsitzende abgelehnt. Ein Sprecher verwies mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt darauf, dass jede Partei für ihren eigenen Wahlkampf verantwortlich sei.

In einem Brief von Ende Juni, der dem „Spiegel“ vorliegt, schlugen die BSW-Vorsitzenden Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi der AfD gemeinsame Rededuelle ihrer Spitzenpolitikerinnen in den Landeshauptstädten Magdeburg und Schwerin vor. Auf die genauen Rahmenbedingungen könne man sich einigen, so der Vorschlag. Im Brief des BSW ist außerdem zu lesen, dass die Brandmauer zur AfD „undemokratisch“ sei, die AfD sogar von der Ausgrenzung profitiere, „weil dadurch die eigentlichen Gemeinsamkeiten zwischen der AfD und den Regierungsparteien verborgen“ blieben.

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Vor Landtagswahlen: AfD lehnt gemeinsame Auftritte mit BSW ab

Podiumsdiskussionen und gemeinsame Wahlveranstaltungen lehnte Alice Weidel ab. Ein Sprecher ihres Büros teilte dem „Spiegel“ mit, die AfD stehe selbstverständlich für Gespräche mit dem BSW bereit. Allerdings nur, wenn das BSW die Fünfprozenthürde bei den Wahlen in den ostdeutschen Bundesländern erreiche.

Es wäre nicht das erste öffentliche Duell der beiden Politikerinnen. Vor der Bundestagswahl 2025 begegneten sich Wagenknecht und Weidel, die beide als Spitzenkandidatinnen für ihre Partei antraten, bereits in der vom rbb produzierten Sendung „Ein Duell um die Wähler“. Damals bemühte sich Weidel um eine „lagerübergreifende“ Lösung für gemeinsame Themen, wohingegen Wagenknecht das Erstarken der AfD in den ostdeutschen Bundesländern als „Tragödie“ bezeichnete.

Nun ist das im Brief erklärte Ziel des BSW in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern „die Abwahl der Amtsinhaber und ihre Ersetzung durch überparteiliche Ministerpräsidenten, die in den Landtagen mit wechselnden Mehrheiten unter Einbindung der AfD regieren“. Sachsen-Anhalt wählt am 6. September 2026 einen neuen Landtag. Am 20. September folgen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin an die Wahlurne.

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