Schlimmer als im WM-Finale
Als Zidane gegen den HSV alle Sicherungen durchbrannten
28.07.2026 – 15:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Im WM-Finale 2006 beendete Zinédine Zidane seine Karriere mit einem Kopfstoß. Sechs Jahre zuvor verlor der Weltstar gegen den HSV die Nerven – mit heftigen Folgen.
Nun sind die Spekulationen vorbei: Zinédine Zidane folgt als Trainer der französischen Fußball-Nationalmannschaft auf den erfolgreichen Amtsinhaber Didier Deschamps. In Hamburg weckt der Name des einstigen Spielmachers Erinnerungen an zwei denkwürdige Abende in der Champions League. Im Jahr 2000 lieferten sich der HSV und Zidanes damaliger Club Juventus Turin zwei Duelle für die Geschichtsbücher.
Am 13. September 2000 kehrte der Hamburger SV nach 17 Jahren auf die große Fußballbühne zurück. Erstmals seit dem Finalsieg von Athen 1983 (1:0) spielten die „Rothosen“ wieder in der Champions League – und wie damals hieß der Gegner erneut Juventus Turin.
Acht-Tore-Spektakel im Volkspark
Im gerade erst modernisierten Volksparkstadion verfolgten die 48.500 Zuschauer einen außergewöhnlichen Abend. Juventus, der klare Favorit, ging früh in Führung. Nach 52 Minuten lagen die Italiener mit Weltstars wie Zidane, Edwin van der Sar, Edgar Davids oder Filippo Inzaghi standesgemäß mit 3:1 vorne.

Doch der HSV schlug zurück. Mehdi Mahdavikia verkürzte (65.), Torwart Hans-Jörg Butt verwandelte einen Elfmeter (72.) und Niko Kovač traf sogar zur 4:3-Führung (82.). In der 88. Minute glich Inzaghi noch per Strafstoß zum 4:4 aus und machte den Wahnsinn perfekt. Unvergessen ist zudem die mitreißende Radioreportage von Alexander Jacob. Der HSV brachte den Kommentar sogar auf einer eigenen CD heraus.
Zidane attackiert HSV-Profi
Am 24. Oktober trafen sich beide Mannschaften zum Rückspiel in Turin. Juventus war Tabellenführer, der HSV Gruppenletzter – bei einer Niederlage wären die „Rothosen“ vorzeitig aus der Champions League ausgeschieden. Nach 24 Minuten brachte Roy Präger die Hamburger in Führung. Wenig später hatte Zinédine Zidane seine einzige auffällige Szene des Abends.
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Nach gut 30 Minuten streckte der Franzose den HSV-Profi Jochen Kientz mit einem Kopfstoß brutal nieder. Der Verteidiger erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Jochbeinprellung, Zidane flog mit Rot vom Platz. Die Uefa sperrte ihn für fünf Spiele und verhängte außerdem eine Geldstrafe von 54.000 Mark. Der HSV gewann am Ende mit 3:1.










