Mehrere Everest-Rekorde geknackt

Brite bezwingt zum 20. Mal den Mount Everest

22.05.2026 – 11:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Bergsteiger und Bergführer stehen zwischen dem Südgipfel und der Hillary-Stufe des Mount Everest (Archivbild): Auch in der Saison 2026 staute es auf dem Berggipfel. (Quelle: Narendra Shahi Thakuri/dpa/dpa-bilder)

Die Everest-Saison läuft auf Hochtouren – und produziert neue Rekorde. Die nepalesischen Behörden vermelden ein Novum.

Der britische Bergsteiger Kenton Cool ist am Freitag zum 20. Mal auf den Mount Everest geklettert – und hat damit einen neuen Rekord aufgestellt: Unter allen Nicht-Nepalsern hat der 52-Jährige damit die meisten Touren auf die Bergspitze absolviert.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, arbeitet Cool als Bergführer. Er hatte im Jahr 2004 das erste Mal den Everest bestiegen – und führt seitdem nahezu jedes Jahr Touristen auf den Gipfel.

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Trotz Cools 20 Gipfeltouren ist er im Vergleich mit den Bergsteigern aus Nepal weiterhin klar abgeschlagen. Mindestens sieben Bergsteiger aus dem Binnenstaat waren öfter als 20 Mal auf dem Gipfel des Berges. Der unter dem Spitznamen „Everest Man“ bekannte Nepalese Kami Rita Sherpa hatte den Gipfel am Sonntag zum 32. Mal bestiegen.

Kenton Cool (Archivbild): Er stand bereits zum 20. Mal auf dem Gipfel des höchsten Bergs der Welt. (Quelle: IMAGO/Skanda Gautam/imago)

Everest: Behörde berichtet von Gipfel-Stau

Bereits am Mittwoch war am Everest eine andere Bestmarke aufgestellt worden: Auf der nepalischen Seite des Mount Everest hatten 269 Kletterer am selben Tag den Gipfel erreicht – so viele wie noch nie zuvor.

Khimlal Gautam von der Tourismusabteilung des Kulturministeriums erklärte: „Auf nepalesischer Seite lag der vorige Tagesrekord bei 223 Besteigungen am 22. Mai 2019. Dieser Rekord wurde geknackt.“

Bergsteiger auf dem Everest: In einigen Teilen der Route ist der Aufstieg nur in einer langen Schlange möglich. (Quelle: Purnima Shrestha/reuters)

Der Grund: Das Wetter war am Mittwoch besonders günstig und wurde deswegen von zahlreichen Bergsteigern für die finale Etappe genutzt. Wegen des enormen Andrangs sei der Gipfel bis auf den letzten Meter gefüllt gewesen, erklärte Gautam. Auf dem Gipfel hätte sich sogar eine Schlange gebildet.

In der laufenden Everest-Saison sind in Nepal bei dem Bergaufstieg bisher drei Bergsteiger gestorben. Wie die nepalischen Behörden mitteilten, wurden in diesem Jahr so viele Zulassungen für den Aufstieg ausgegeben wie noch nie zuvor.

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