Letzter Test vor WM-Start
Blitztor und viel Glück: DFB-Elf mit Zittersieg gegen USA
Aktualisiert am 06.06.2026 – 22:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann findet optimal in die Partie. Dann aber wird es ein grundlegend anderes Spiel. Am Ende sorgt ein „Sorgenkind“ für die Entscheidung.
Die deutsche Nationalmannschaft hat in der Generalprobe vor dem WM-Start einen empfindlichen Dämpfer nur knapp verhindert. Gegen Co-Gastgeber USA siegte die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann knapp mit 2:1 (1:1).
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Kai Havertz (2.) und Leroy Sané (57.) trafen am Samstagabend deutscher Zeit zum Erfolg gegen zeitweise berauscht aufspielende USA, die ihre zahlreichen Chancen aber nicht in Tore ummünzen konnten. Antonee Robinson (37.) traf mit einem traumhaften Distanzschuss zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
So lief das Spiel
63.636 Fans im ausverkauften Soldier Field sahen einen echten Härtetest – auch vom Wetter her: Zum Anstoß um 13.30 Uhr Ortszeit war es schwül-warm und regnete. „Das ist ein guter Einstieg in die klimatischen Bedingungen“, sagte Bundestrainer Nagelsmann. Obwohl Chicago kein Turnierstandort ist, fühlte es sich für ihn „schon ein bisschen nach WM an“. Auch, was die typisch amerikanische Show betraf, inklusive leicht verspätetem Fliegergeschwader über der Arena.
Zu Beginn der Partie erwischte Deutschland den besseren Start: Havertz, nach dem Champions-League-Finale verspätet zur Mannschaft gestoßen, traf nach einer Freistoßflanke von Joshua Kimmich per Kopf.
Nur vier Minuten später fiel das vermeintliche 2:0 durch Havertz, doch der Ball war bei Sanés Flanke zuvor im Toraus gewesen. Dann kam die Sonne zurück, das DFB-Feuer aber glimmte nur noch, ein ums andere Mal brannte es im deutschen Strafraum.
Größter Hingucker blieb einstweilen aber der T-Shirt-Wechsel von Nagelsmann – bis Robinson zuschlug. Nachdem Jonathan Tah einen Eckball in die Mitte geklärt hatte, hämmerte der Amerikaner die Kugel aus 18 Metern volley unter die Latte. Angetrieben von Christian Pulisic wurden die Gastgeber stärker und stärker, Tah (44.) verhinderte gegen den Ex-Dortmunder das 1:2.
„Zu viele Fehler im Aufbau“
„Zeitumstellung, Witterung – nach drei, vier Tagen ist es nicht möglich, in den Rhythmus zu kommen“, zeigte sich RTL-Experte Lothar Matthäus gnädig, monierte aber „zu viele Fehler im Aufbau“. Der bis dahin nicht überzeugende Sané leitete immerhin mal eine Chance ein, die Nmecha (49.) vergab. Sanés Freistoß (54.) ging weiter über das Tor. „Passt zu seinem Spiel“, sagte Matthäus streng, „aber vielleicht kommt er noch.“
