Auffällige Werte
Blaualgen-Alarm: Behörde verhängt Badeverbot an See
10.06.2026 – 17:48 UhrLesedauer: 1 Min.
In einem beliebten Hamburger See hat das Bezirksamt eine hohe Belastung mit Blaualgen festgestellt und den Badebetrieb gestoppt. Auch für eine weitere Badestelle gibt es eine Warnung.
Blaualgen-Alarm in Hamburg: Das Bezirksamt Bergedorf hat den See Hinterm Horn mit sofortiger Wirkung für den Badebetrieb gesperrt. Grund ist eine nachgewiesene Cyanobakterien-Chlorophyllkonzentration von 650 Mikrogramm pro Liter. Der gemessene Wert liegt deutlich über der zweiten Warnstufe des Umweltbundesamtes. Badeverbotsschilder wurden bereits aufgestellt.
Gleichzeitig warnt das Bezirksamt vor dem Baden an der Badestelle Ost des Eichbaumsees. Dort wurde eine Konzentration von 13,9 Mikrogramm pro Liter gemessen. Dieser Wert überschreitet die erste Warnstufe des Umweltbundesamtes. Ein Badeverbot besteht an dieser Stelle derzeit nicht.
Kontakt mit Blaualgen: Das sind mögliche Folgen
Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, können bei starker Vermehrung giftige Stoffe bilden. Diese können für Badende gesundheitsschädlich sein, insbesondere wenn Wasser geschluckt wird. Mögliche Folgen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, gerötete Augen oder Atemnot.
Das Bezirksamt rät außerdem dazu, Hunde nicht ins Wasser zu lassen. Tiere sollten auch kein Wasser aus den betroffenen Gewässern trinken.
Badesee in Bergedorf gesperrt: Wie lange?
Der See Hinterm Horn liegt in den Vier- und Marschlanden südlich von Neuallermöhe im Bezirk Bergedorf. Er entstand zwischen 1978 und 1982 durch die Entnahme von Sand für den Bau der Autobahn und die Geländeaufhöhung von Neuallermöhe. Am nordwestlichen Ufer befindet sich eine Badestelle mit Sandstrand und einer etwa 20 Meter breiten Liegewiese.
Nach Angaben des Bezirksamts werden die Messwerte weiterhin kontrolliert. Wann die Sperrung des Sees Hinterm Horn oder die Warnung für die Badestelle am Eichbaumsee aufgehoben werden könnten, ist derzeit noch offen.










