Raumfahrt-Panne

Bezos-Rakete setzt Satellit in falscher Umlaufbahn ab

20.04.2026 – 04:51 UhrLesedauer: 1 Min.

Eine Blue Origin „New Glenn“ Rakete startet vom Launch Complex 36 des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral, mit dem AST SpaceMobile-Satelliten BlueBird 7. (Quelle: John Raoux/AP/dpa/dpa-bilder)

Blue Origins Schwerlastrakete „New Glenn“ startet planmäßig – und setzt ihren Satelliten trotzdem ins Nichts.

Beim dritten Start der Schwerlastrakete „New Glenn“ hat Blue Origin einen Satelliten in einer zu niedrigen Umlaufbahn ausgesetzt. Der Satellit „BlueBird 7“ löste sich vom Träger und fuhr seine Systeme hoch. Die erreichte Höhe reichte nicht aus, um den Betrieb mit eigenem Antrieb aufrechtzuerhalten. Betreiber AST SpaceMobile brachte ihn daraufhin zum Absturz.

Die „New Glenn“ war am Sonntag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet – erstmals mit einer bereits genutzten Raketenstufe. Diese landete planmäßig auf einer Plattform im Atlantik. Die Ursachen für die Fehllage sind noch unklar. Blue Origin teilte mit: „Wir untersuchen das derzeit und werden ein Update geben, wenn wir detailliertere Informationen haben.“

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„BlueBird 7″ sollte Teil eines weltraumgestützten Mobilfunknetzes werden – vergleichbar mit Amazons Leo oder SpaceX“ Starlink. Blue Origin wertet die Mission dennoch als Teilerfolg: Die Landung der wiederverwendbaren Raketenstufe stärkt die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der SpaceX „Falcon9“-Rakete.

Blue Origin und SpaceX konkurrieren nicht nur im kommerziellen Satellitenmarkt. Beide Unternehmen entwickeln für die Nasa Mondlandefähren. Die Nasa will damit noch vor einer geplanten bemannten chinesischen Mondmission im Jahr 2030 wieder Menschen auf den Mond bringen. SpaceX-Chef Elon Musk gratulierte Blue-Origin-Gründer Jeff Bezos auf der Plattform X zum Start.

Die „New Glenn“ trägt größere und schwerere Nutzlasten als Konkurrenzraketen. Beim Erstflug im Januar 2025 erreichte sie direkt den Orbit; beim zweiten Flug brachte sie zwei Mars-Orbiter der NASA ins All.

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