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97 Prozent der jungen Menschen sind täglich online, 65 Prozent nutzen soziale Medien als wichtigste Nachrichtenquelle. Bei den 13- bis 17-Jährigen überprüfen 78 Prozent ihre Geräte stündlich. Laut dem Bericht des Parlaments von 2025 über ein EU-weites Mindestalter für soziale Medien verbringen 9- bis 15-Jährige bis zu drei Stunden auf sozialen Plattformen und 25 Prozent geben zu, Smartphone-süchtig zu sein.

Die EU hat durch Initiativen wie den Digital Market Act, die Strategie für ein besseres Internet für Kinder und den Aktionsplan gegen Cybermobbing bereits Maßnahmen zum Schutz Minderjähriger im Internet ergriffen.

Wichtige Vorschriften, darunter das verschärfte Gesetz über digitale Dienste, enthalten jetzt spezifische Richtlinien zum Schutz von Kindern im digitalen Raum.

Keine dieser Lösungen schreibt ein Mindestalter für den Zugriff auf soziale Medien, Online-Plattformen und KI-Tools vor.

Im Jahr 2025 drängte das Europäische Parlament auf eine EU-weite Altersgrenze für soziale Medien und Einschränkungen für Suchtfunktionen wie unendliches Scrollen und bindungsgesteuerte Empfehlungen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte letzte Woche eine Altersverifizierungs-App an. Ziel ist es, ein Mindestalter für den Zugriff auf soziale Medien festzulegen und gleichzeitig die Privatsphäre der Benutzer zu priorisieren.

Ein Expertengremium berät die Kommission derzeit zu einer EU-weiten Strategie für die Sicherheit von Kindern im Internet, um einen verwirrenden Flickenteppich nationaler Vorschriften zu vermeiden. Die Empfehlungen werden bis zum Sommer 2026 vorliegen.

Die Mitgliedstaaten überholen Brüssel. Frankreich hat bereits ein 15-jähriges Social-Media-Verbot genehmigt. Spanien, Österreich, Griechenland, Irland, Dänemark und die Niederlande bereiten sich auf dringende politische Maßnahmen vor.

Möchten Sie wissen, was die Kommission bisher zum Schutz von Kindern im Internet getan hat? Fragen Sie den KI-Chatbot von Euronews!

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