In Berlin gehe es um eine radikale Linkspartei, in der Judenhass geduldet und Polizistenhass hofiert werde, die die Polizei schwächen und den Verfassungsschutz abschaffen wolle. „Wir sind in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Linken, wirklich jede Stimme zählt“, sagte er.

„Das war ein Wahlkampf, wie wir ihn noch nie gesehen haben“, betonte Evers, der erst Mitte Juli CDU-Spitzenkandidat wurde, nachdem Kai Wegner wegen der anhaltenden Kritik an falschen Angaben zu seinem Verhalten beim Stromausfall im Januar seinen Rückzug bekanntgegeben hatte.

Bei seinem Start als Spitzenkandidat habe die CDU in Umfragen auf Platz vier gelegen. „Gefühlt im freien Fall, eine Situation, die sich keiner so gewünscht hat“, sagte Evers. „Wir haben uns zurückgekämpft.“

Freitag, 18. September 2026

Wahlkampf in Berlin geht zu Ende

Zwei Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus schließen heute viele Parteien offiziell ihren wochenlangen Wahlkampf ab. Zur Linken-Kundgebung werden neben Spitzenkandidatin Elif Eralp auch Bundes-Parteichefin Ines Schwerdtner sowie Gregor Gysi erwartet. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat zum Abschluss den früheren Regierungschef Klaus Wowereit dabei.

Bei den Grünen sprechen im Mauerpark Spitzenkandidat Werner Graf und die frühere Parteichefin Ricarda Lang. Beim BSW ist auf dem Alexanderplatz Parteigründerin Sahra Wagenknecht dabei. Die CDU hat ihren Wahlkampfabschluss erst am Samstag.

Aktuelle Umfrage: Linke knapp vor CDU

Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus liegt die Linke im ZDF-Politbarometer Extra bei 22 Prozent, die CDU bei 20 Prozent. Der Abstand von zwei Punkten bewegt sich innerhalb der angegebenen Fehlertoleranz von plus/minus drei Prozentpunkten – ein gesicherter Vorsprung lässt sich daraus nicht ableiten.

Auch bei der Frage nach der bevorzugten Regierungschefin oder dem bevorzugten Regierungschef liegen die Spitzenkandidaten nahezu gleichauf: Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp kommt laut der Erhebung auf 25 Prozent, CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers auf 24 Prozent.

Hinter den beiden führenden Parteien folgen laut Politbarometer Extra die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 15 Prozent und die SPD mit 12 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt auf 4 Prozent und liegt damit knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Koalitionsfrage bleibt nach letzter Debatte offen

Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 21. September 2026 blieb bei der letzten gemeinsamen Debatte der Spitzenkandidaten vieles offen, was mögliche Bündnisse angeht. Bei einer Veranstaltung des „Tagesspiegel“ im Deutschen Theater zogen SPD und Grüne keine klaren Koalitionslinien und wollten sich vorab nicht festlegen. Die CDU setzte dagegen die deutlichste Grenze: Spitzenkandidat Stefan Evers schloss eine Zusammenarbeit mit Linken und AfD aus. „Wir werden weder mit den einen noch mit den anderen Radikalen zusammenarbeiten“, sagte Evers.

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