Berliner Mauer

East Side Gallery wird saniert

10.09.2026 – 07:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Bruderkuss an der East Sidy Gallery (Archivbild): Mehrere Mauerbilder werden im Herbst restauriert. (Quelle: IMAGO / Jochen Tack)

Das einzige erhaltene Originalgemälde der Galerie aus dem Jahr 1990 wird konserviert. Auch selten erhaltene Mauerreste von 1961 sollen restauriert werden.

Im Herbst sind an der East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain mehrere Schritte zum Erhalt von Kunstwerken und historischen Mauerteilen geplant. Im Zentrum stehen nach Angaben der Stiftung Berliner Mauer sowohl die Sicherung seltener Baureste als auch die konservatorische Betreuung wichtiger Mauerbilder.

Eines der Vorhaben betrifft das Wandbild „Hands“ von Margaret Hunter und Peter Russell. Es werde konservatorisch behandelt, teilte die Stiftung mit. Nach ihren Angaben handelt es sich um das einzige erhaltene Originalgemälde der East Side Gallery aus dem Jahr 1990, das langfristig bewahrt werden solle.

Die East Side Gallery hat mehr als 100 Wandbilder auf einer rund 1,3 Kilometer langen Mauerfläche. (Quelle: IMAGO/Stefan Zeitz Photography/imago)

Mauerreste aus dem Jahr 1961 bekommen Graffitischutz

Außerdem sollen Mauerreste aus dem Jahr 1961 restauriert werden. Dabei geht es nach Angaben der Stiftung um Hohlblocksteine, die unmittelbar neben Grenzmauersegmenten stehen, die 1977 errichtet wurden und sich nahe der East Side Gallery befinden. Vorgesehen seien eine restauratorische Behandlung und ein zusätzlicher Graffitischutz. Die Stiftung erklärte, die Elemente dokumentierten die frühe Phase der Berliner Mauer.

Ein weiteres Mauerbild soll nach Angaben der Stiftung wieder an die East Side Gallery zurückkehren: „Paradise out of the Darkness“ der japanischen Künstlerin Kikue Miyatake. Das Werk sei am 8. und 9. September von seinem bisherigen temporären Standort im Park versetzt worden; 1997 war es aus der Galerie dorthin verlagert worden.

Miyatake-Bild von Graffiti überdeckt

Ab dem 20. Oktober soll das Bild gemeinsam mit der Künstlerin restauriert werden, die dafür aus Japan nach Berlin reise. Miyatake ist nach Angaben der Stiftung die einzige japanische Künstlerin der East Side Gallery. Ihr Werk sei durch Graffiti überdeckt worden, hieß es.

Die Stiftung teilte mit, dass die Versetzung und Restaurierung des Miyatake-Werkes über Mittel für Kunst am Bau aus dem Projekt „Ertüchtigung des Berliner Mauerweges“ finanziert werde. Die Konservierung von „Hands“ und die Maßnahmen an den Mauerresten von 1961 würden von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt.

Die East Side Gallery gilt als längster erhaltener Abschnitt der ehemaligen DDR-Grenzbefestigung. Sie ist mit mehr als 100 Wandbildern auf einer rund 1,3 Kilometer langen Mauerfläche eine viel besuchte Sehenswürdigkeit.

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