ADAC erhebt schweren Vorwurf

Darum schießen die Spritpreise wieder nach oben


07.07.2026 – 14:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Teurer Stopp: An den deutschen Zapfsäulen steigen die Preise wieder markant. (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

Trotz stabiler Ölpreise bleibt der Sprit in Deutschland teuer. Der ADAC wirft den Mineralölkonzernen vor, das Ende des Tankrabatts bereits Tage vor dem offiziellen Auslaufen eingepreist zu haben.

Die staatliche Hilfe sollte die Autofahrer entlasten, doch am Ende steigerte der Steuerzahler damit vor allem die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne. Am 5. Juli, wenige Tage nach dem Ende der zweimonatigen Steuersenkung, meldete der ADAC einen bundesweiten Durchschnittspreis von 2,016 Euro je Liter Super E10. Diesel lag bei 1,946 Euro. Innerhalb von nur einer Woche kletterte Super E10 damit um 10,6 Cent, Diesel sogar um 12,8 Cent.

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Nach Angaben des ADAC stiegen die Preise bereits vor dem Stichtag am 1. Juli deutlich: Die Konzerne haben den Tankrabatt vorzeitig beendet, kritisiert der Club. Wegen stabiler Rohölpreise und ohnehin zu teuren Sprits kämen weitere Preiserhöhungen nicht infrage.

Insgesamt kostete der Tankrabatt den Bund rund 1,6 Milliarden Euro. Aber dieses Geld kam nie vollständig bei den Bürgern an.

Sprudelnde Geldquelle: Während der Staat die Steuern senkte, sicherten die Mineralölkonzerne vor allem ihre eigenen Gewinne. (Quelle: IMAGO)

Subventionen für die Konzerne

Nach Analysen der Monopolkommission und des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung wurde ein Teil der Steuersenkung nicht an die Verbraucher weitergegeben, sondern schlug sich in höheren Margen nieder. Allein in den ersten sechs Wochen der Maßnahme flossen demnach 100 bis 200 Millionen Euro der Steuerentlastung direkt an die Konzerne.

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Es ist nicht das erste Mal, dass staatliche Regulierung auf diesem Markt fehlschlägt. Seit dem Start des sogenannten Österreich-Modells liegt das Preisniveau laut ADAC in der Regel zu hoch. Das Gesetz erlaubt Tankstellen nur noch eine einzige Preiserhöhung pro Tag, und zwar exakt um 12 Uhr.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern reagierten die Anbieter mit höheren Risikoaufschlägen, um Preisschwankungen für den restlichen Tag abzufedern. Das Instrument, das den Markt beruhigen sollte, trieb die Preise somit dauerhaft in die Höhe.

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