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Home » Bekennerschreiben erklärt Motiv und nennt Adresse
Panorama

Bekennerschreiben erklärt Motiv und nennt Adresse

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 4, 2026
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Attacken auf Umspannwerke

Bekennerschreiben enthält Adresse des Absenders


Aktualisiert am 04.09.2026 – 13:08 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 0865648619Vergrößern des Bildes

Polizeieinsatz in Nordrhein-Westfalen: Nach den Attacken fahndet die Polizei nach einem Mann aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

Zu den Angriffen auf Umspannwerke ist ein merkwürdiges Schreiben aufgetaucht. Es ist handschriftlich verfasst, enthält detaillierte Beschreibungen – und eine Adresse.

Drei Tage nach dem Beginn der Attackenserie auf Umspannwerke in Deutschland prüft die Polizei laut eigenen Angaben „mit Hochdruck“ ein Bekennerschreiben. Das Schreiben nehme Bezug auf den Angriff auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde.

Als Verfasser wird den Beamten zufolge ein Mann aus Gevelsberg im Ennepe-Ruhr-Kreis genannt. Nach ihm werde intensiv gefahndet. „Ob es sich bei ihm tatsächlich um einen Tatverdächtigen handelt oder um einen Trittbrettfahrer, muss erst mal geprüft werden“, betonte jedoch ein Polizeisprecher. Nähere Details zum Bekennerbrief wollte die Polizei t-online auf Anfrage nicht nennen.

  • „Verdächtige Umstände“: Polizei riegelt Umspannwerk in Niedersachsen ab

Zuvor hatte die „taz“ am Donnerstagabend berichtet, sie habe ein Bekennerschreiben zu dem Vorfall in Brandenburg erhalten. Laut Poststempel sei es in Nordrhein-Westfalen abgeschickt worden. Nach Angaben der Zeitung stellt sich der Absender als Einzeltäter dar. Er habe die Taten alleine vorbereitet, „ohne jemals jemandem davon erzählt zu haben“. Die „linke Szene“ sei nicht involviert: „Die ham da nix mit zu tun“, heißt es laut „taz“ im Brief.

Weitere Taten angekündigt: „Wenn Recht und Ordnung herrschten“

Der Text ist der „taz“ zufolge handschriftlich verfasst und enthält eine Absenderadresse – was sehr ungewöhnlich für Bekennerschreiben ist. An der Adresse habe die „taz“ bisher nur ein anderes Familienmitglied angetroffen, berichtete die Zeitung weiter. Dieses habe die Handschrift erkannt und gesagt, es habe keine Kenntnis vom aktuellen Aufenthaltsort des Verfassers.

Kriminaltechniker arbeiten an einem Umspannwerk in Dormagen: Ein Spaziergänger hatte einen verdächtigen Gegenstand entdeckt.Vergrößern des Bildes
Kriminaltechniker arbeiten an einem Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Dormagen: Ein Spaziergänger hatte einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. (Quelle: Alexander Franz/dpa)

Als Motiv für die Taten nennt der Schreiber das „unermessliche Leid“, das die Nutzung fossiler Brennstoffe verursache. „Weil die Medien einen Scheiß tun, die Dringlichkeit der Situation zu vermitteln, und der Staat da nicht eingreift, um dieses Leid abzuwenden, muss ich das jetzt machen“, zitierte die „taz“ aus der Selbstbezichtigung. Auch wenn die deutsche Rüstungsindustrie durch die Stromausfälle in Mitleidenschaft gezogen werde, sei er nicht traurig, schrieb der Verfasser, insbesondere solange Deutschland „den Völkermord in Palästina unterstützt“.

Außerdem kündigte der Schreiber laut „taz“ weitere Angriffe an: „Wenn hier Recht und Ordnung herrschten, dann müsste ich das Gesetz nicht brechen und einen Haufen Leid in Kauf nehmen, das ich wegen dem Stromausfall und allen Stromausfällen, die da noch kommen müssen, zu verantworten habe.“

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