Die ARD-Moderatorin Esther Sedlaczek äußert sich im Interview zur Kritik an der Fußball-WM in den USA und verrät das Geheimnis ihrer Zusammenarbeit mit Bastian Schweinsteiger.
Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko rückt immer näher. Das Turnier, das am 11. Juni beginnt, wird mit nunmehr 48 Teilnehmern das größte der WM-Historie. Beim Mammut-Championat ist Moderatorin Esther Sedlaczek für die ARD vor Ort. Die 40-Jährige wird durch die Live-Übertragungen des öffentlich-rechtlichen Senders in den Stadien führen – auch im bewährten Duo mit Ex-Nationalspieler und Experte Bastian Schweinsteiger.
Sedlaczek wird dabei von einem Turnier berichten, das von scharfer Kritik am Co-Gastgeberland USA begleitet wird. Zur WM 2026 hat sie zusammen mit Schweinsteigers Experten-Kollegen Thomas Hitzlsperger die Reportage „Der entfesselte Fußball“ gedreht. Im Interview mit t-online spricht sie über den Umgang mit der politischen Situation im Land, erklärt, warum ihr viele Fußballfans leidtun – und verrät, was die Zusammenarbeit mit Schweinsteiger zu etwas Besonderem macht.
t-online: Es sind noch drei Tage bis zum WM-Start. Wie gehen Sie das Turnier an?
Esther Sedlaczek: Ich freue mich darauf, ein Land intensiv kennenlernen zu dürfen. In Katar war mir das noch verwehrt geblieben. Das waren dort ganz andere Umstände.
Die WM 2022 fand quasi auf engstem Raum im Emirat statt.
Wir hatten dort ein und dasselbe Hotel, von dem wir in die verschiedenen Stadien sind. Insgesamt war das nicht dieses klassische WM-Feeling, das Kolleginnen und Kollegen vor mir beispielsweise in Brasilien oder Südafrika erlebt haben. Dort war es möglich, ein ganzes Land von unterschiedlichsten Seiten kennenzulernen.
In den USA werden die Entfernungen noch mal größer.
Das ist natürlich das andere Extrem. (lacht)
Es ist die zweite WM, die Sie für die ARD direkt vor Ort begleiten. Was aus dem Jahr 2022 ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Dieses Erlebnis insgesamt. Ich war das erste Mal auf dieser ganz großen Bühne dabei.

Es war emotional für Sie?
Die Anspannung, auch der Druck – das alles auf diese Weise neu zu erleben, war einmalig.
Misst man spätere Erfahrungen dann immer an diesem ersten, überwältigenden Eindruck?
Darauf antworte ich so: Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris, meinen ersten, haben viele gesagt, solch tolle Spiele gab es noch nie. Ich dachte dabei nur: Einerseits natürlich toll, dass das meine erste Olympia-Erfahrung ist, anderseits aber fragte ich mich, wie das denn bei kommenden Spielen noch getoppt werden könnte. (lacht)











