Insolvenz in Nürnberg
Baustopp trifft mehr als 150 Wohnungen
12.10.2026 – 15:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Insolvenz eines Nürnberger Immobilienunternehmens bringt zahlreiche Bauvorhaben in der Region zum Stillstand. Was das für Wohnungskäufer, Beschäftigte und Anleger bedeutet, ist noch offen.
Die Schultheiß Projektentwicklung AG hat beim Amtsgericht Nürnberg wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Grund nennt das Unternehmen eine drohende Zahlungsunfähigkeit. Das Gericht hat den Rechtsanwalt Jochen Zaremba als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt, der die Arbeiten an sämtlichen laufenden Baustellen vorerst stoppen ließ.
Nach Informationen von NN.de sind mehr als 150 Wohnungen von dem Baustopp betroffen. Dazu zählen Vorhaben in Nürnberg und das Projekt „Am Sailersberg“ in Röthenbach an der Pegnitz. Wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden können, ist bislang nicht absehbar. Die wirtschaftliche Schieflage betrifft auch die rund 90 Beschäftigten des Unternehmens. Ihre Löhne und Gehälter können zunächst für bis zu drei Monate durch Insolvenzgeld abgesichert werden.
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Konsequenzen noch ungewiss
Die Folgen reichen über die Baustellen hinaus: Auch Handwerksfirmen, Wohnungskäufer und Geldgeber müssen mit offenen Fragen umgehen. Das Unternehmen hatte Anleihen im Umfang von rund 11,25 Millionen Euro ausgegeben. Für Anleger hängt es nun vom weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens ab, wie sie ihre Ansprüche geltend machen können. Betroffene Käufer sollten den Zustand ihrer Baustelle festhalten und sich vor weiteren Zahlungen juristisch beraten lassen.
Nicht betroffen ist nach eigenen Angaben die Schultheiss Wohnbau AG. Trotz der ähnlichen Namen gebe es keine rechtliche oder geschäftliche Verbindung zwischen den beiden Unternehmen. Die Schultheiss Wohnbau AG betont, dass sie ihren Betrieb uneingeschränkt fortsetzt.