Kölner Komiker

Pastewka und Engelke synchronisieren Schafe

29.04.2026 – 01:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Anke Engelke und Bastian Pastewka (Archivbild): Die beiden Schauspieler waren am Dienstagabend zur Premiere von „Glennkill: Ein Schafskrimi“ in Berlin. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago-images-bilder)

Bastian Pastewka und Anke Engelke leihen in „Glennkill“ zwei Schafen ihre Stimmen. Eine Fähigkeit der Tiere würden beide aber nicht übernehmen.

Die Kölner Komiker Bastian Pastewka und Anke Engelke haben am Dienstagabend in Berlin die Deutschlandpremiere von „Glennkill: Ein Schafskrimi“ gefeiert. In der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Leonie Swann leihen die beiden sprechenden Schafen ihre Stimmen. Pastewka dem gutmütigen Mopple, Engelke der scharfsinnigen Ermittlerin Lily, dem klügsten Schaf auf der Weide.

Der Premierenteppich in der Berliner KulturBrauerei war nicht rot, sondern grasgrün – und der Auftritt der beiden Kölner hatte Unterhaltungswert. Wer Schafe bislang für begriffsstutzig gehalten habe, werde nach dem Film anders denken, ist Pastewka überzeugt: „Nach diesem Film nicht mehr!“ Engelke legte nach: „Also spätestens nach dem Film hier denkt man: Schafe sind Teamplayer!“ Pastewka ergänzte prompt: „Und das sollten wir von ihnen lernen!“

Eine Fähigkeit der wolligen Filmhelden wollen die beiden Kölner allerdings ausdrücklich nicht übernehmen. In „Glennkill“ können die Schafe unangenehme Erlebnisse per Bis-drei-Zählen einfach auslöschen. Für Pastewka wäre das ein Verlust des Wesentlichen: „Ich glaube, es macht uns als Menschen aus, dass wir alles wissen, was wir gemacht und eben auch erlebt haben.“

Engelke wurde noch grundsätzlicher. Gerade in einer von Krisen geprägten Zeit halte sie nichts vom bewussten Vergessen, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa: „Wir können aus dem lernen, was passiert ist. Ich finde das schwierig, zu verdrängen oder zu vergessen und zu sagen, dann ist es weg. Es ist nicht weg. Es ist geschehen.“

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Schlimme Erfahrungen dürfe man allenfalls kurzzeitig beiseiteschieben, aber nur, um sich ihnen später bewusst zu stellen: „Das mal in eine Schublade zu packen und zu sagen: Warte mal ein paar Jährchen, aber irgendwann hole ich dich wieder raus. Du Geschehnis, du Trauer, du Schmerz, ich muss dich dann noch mal angucken und schauen, wie ich mit dir umgehe. Das ist wichtig.“

Die Synchronarbeit im Studio hatte laut Engelke ihren ganz eigenen Rhythmus. Dem Berliner Premierenpublikum schilderte die Kölnerin, wie eine Aufnahmesession klingen kann: „Das kann auch schon mal nur Atmer-Atmer-Geräusch-Mäh-Atmer-Atmer sein.“

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