Köln besonders betroffen

Bahn-Fahrplan 2027: Strecken in NRW werden gesperrt

13.10.2026 – 07:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein ICE verlässt den Kölner Hauptbahnhof: Fahrplan 2027 bringt Sperrungen und Umwege. (Quelle: Roberto Pfeil)

Der neue Fahrplan der Bahn ist da: Zwischen Köln und Frankfurt brauchen Reisende bald 75 Minuten länger. Auch nach Hamburg und ins Ruhrgebiet fallen Verbindungen weg.

Die Deutsche Bahn stellt am Dienstag ihren neuen Fahrplan für 2027 vor. Für Reisende in Nordrhein-Westfalen bringt er zusätzliche Direktverbindungen, aber auch mehrere monatelange Streckensperrungen. Der Fahrplan gilt ab dem 13. Dezember, Tickets können Kunden ab dem 14. Oktober buchen. Die Fernverkehrspreise bleiben nach Angaben der Bahn stabil.

Besonders Reisende zwischen Köln und Frankfurt müssen sich auf längere Fahrzeiten einstellen. Vom 15. Mai bis zum 9. Juli sperrt die Bahn die Schnellfahrstrecke zwischen Köln und dem Rhein-Main-Gebiet. ICE-Züge fahren in dieser Zeit durch das Mittelrheintal. Die Fahrt zwischen Köln und Frankfurt dauert dadurch rund 75 Minuten länger.

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Auch auf der Verbindung zwischen Köln und Hamburg gibt es Einschränkungen. Vom 6. Februar bis zum 14. Mai entfallen die ICE-Sprinter auf dieser Strecke.

Ruhrgebiet: Bahn sperrt Strecke zwischen Duisburg und Dortmund

Eine weitere große Sperrung betrifft das Ruhrgebiet. Vom 10. Juli bis zum 15. Oktober fahren auf der Strecke Duisburg–Essen–Bochum–Dortmund wegen Bauarbeiten keine Züge. Fernverkehrszüge sollen unter anderem über Gelsenkirchen, Hamm oder Hagen ausweichen. Wegen der begrenzten Kapazitäten auf diesen Strecken kann die Bahn allerdings nicht alle regulären Fernverkehrsverbindungen anbieten.

Vom 16. Oktober bis zum 11. Dezember entfällt außerdem die gesamte IC-Linie von Ostfriesland über Münster und Gelsenkirchen nach Köln und teilweise Bonn. Grund ist die Sperrung der Strecke zwischen Münster und Rheine.

Neue ICE-Verbindungen nach München und Berlin

Neben den Einschränkungen kündigt die Bahn aber auch zusätzliche Verbindungen an. Von Siegburg/Bonn fahren ICE-Züge künftig stündlich statt alle zwei Stunden nach Essen, Nürnberg und München. Auch Bonn erhält eine wichtige Direktverbindung zurück. Nach einer fast einjährigen Baupause sollen wieder nahezu ganzjährig alle zwei Stunden ICE-Züge ohne Umstieg nach Berlin fahren.

Aus Westfalen verkehren zudem wieder täglich ICE-Züge über Kassel nach Würzburg, Nürnberg und München. An Sommerwochenenden will die Bahn außerdem häufiger Direktzüge an die belgische Küste nach Ostende anbieten.

Eine Verbindung fällt dagegen dauerhaft weg: Die Bahn stellt die IC-Linie von Münster und Dortmund über Siegen nach Frankfurt ein. Nach Angaben des Unternehmens lag die durchschnittliche Auslastung bei lediglich 15 Prozent.

Bahn senkt Preise für Monatskarten

Änderungen gibt es auch bei den Fahrkarten. Ab dem 21. Oktober sollen Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abonnement um 25 Prozent günstiger werden.

Ab dem 26. Oktober bietet die Bahn außerdem wieder ihr Familienticket für 99,99 Euro an. Damit können bis zu fünf Personen in der zweiten Klasse eine Hin- und Rückfahrt einschließlich Sitzplatzreservierung buchen.

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