„Wir sind dazu verdammt, erfolgreich zu sein“, bestätigte Bas im Einzelinterview mit Sandra Maischberger. Für Merz‘ umstrittene Formulierung zur Rente zeigte sie dennoch wenig Verständnis. „Das hat den Eindruck erweckt, als gehen wir in Richtung Grundsicherung“, kritisierte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales.
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Schließlich handle es sich bei der staatlichen Rente nicht um Almosen, sondern um das Ergebnis von Einzahlungen in die Rentenkasse. Und das sei im Vergleich zu anderen europäischen Ländern recht gering, führte die Sozialdemokratin weiter aus. Die Durchschnittsrente liege in Deutschland für Männer bei 1.400 Euro, bei Frauen sogar nur bei 940 Euro, rechnete Bas vor.
Statt weiterer Vorstöße empfahl sie, die Ergebnisse der von der Regierung eingesetzten Alterssicherungskommission abzuwarten und ein dauerhaft stabiles Dreisäulenmodell für die Rente auszuarbeiten.
„Wir müssen das schaffen“, sagte Bas auch mit Blick auf den Zusammenhalt in der Regierung. Schließlich habe man von Anfang an gewusst, dass es angesichts der Kriege und Krisen weder einfach noch vergnügungssteuerpflichtig werde. Der Grund, warum die SPD eine Koalition mit der Union eingegangen sei, gelte aber noch immer. „Es war natürlich die einzige demokratische Möglichkeit“, erklärte die Sozialdemokratin.
Zu den von ihr erwähnten Kriegen zählt jener in der Ukraine, der seit über vier Jahren täglich Menschenleben fordert. Im Januar 2024 traf es die Deutsche Savita Diana Wagner, die als Freiwillige mit den ukrainischen Streitkräften an der Front kämpfte. Beim Versuch, zwei verwundete Kameraden zu bergen, wurde die unter dem Kampfnamen Snake bekannte Soldatin tödlich verletzt.
Ihre Tochter sei in der Ukraine bestattet worden und werde dort wie eine Heldin verehrt, berichtete Ursula Wagner. Sie habe einfach nicht mitansehen können, dass es im Westen kaum eine Reaktion gegeben habe, um eine Wiederholung des Zweiten Weltkriegs zu verhindern, und habe selbst etwas unternehmen wollen, erzählte die Mutter der Soldatin bei ihrem „Maischberger“-Auftritt. Die Fronteinsätze habe ihre Tochter ihr allerdings verheimlicht, um sie nicht zu beunruhigen, so Wagner weiter. Erfahren habe sie das alles erst nach ihrem Tod, unter anderem aus den gerade erst veröffentlichten Kriegsaufzeichnungen Savitas.










