Produktion für Bundeswehr-Boxer

Autozulieferer baut jetzt Panzerteile


30.04.2026 – 23:36 UhrLesedauer: 1 Min.

Fertigung eines Boxer bei KNDS: Hilfe kommt nun von einem Autozulieferer. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago)

Der Rüstungskonzern KNDS bekommt Unterstützung von einer Firma, die sonst Ledersitze für Autos produziert. Damit soll die Boxer-Produktion beschleunigt werden.

Der bayerische Autozulieferer Dräxlmaier hat einen neuen Kunden gewonnen: den Rüstungskonzern KNDS. Wie BR24 berichtet, sollen die Zulieferer bei der Produktion des Panzerfahrzeugs Boxer einspringen. Von diesem Modell sollen 3.000 Stück der Bundeswehr geliefert werden.

Um das in der geforderten Zeit zu gewährleisten, musste KNDS laut BR24 von einem Zusammenbau per Hand auf eine Serienfertigung umstellen. Und hier kommt Dräxlmaier ins Spiel. Die Firma soll Teile für die sogenannten Missionsmodule für den Boxer herstellen. Mit diesem kann das Fahrzeug schnell von einem schweren Waffenträger zu einem Transporter oder einem Sanitätsfahrzeug umgebaut werden. Die Module werden dann zu KNDS nach Allach geschickt und auf die Panzer montiert.

Bei der Eröffnung einer neuen Boxer-Produktionsstraße im Münchener Stammwerk von KNDS sagte Deutschlands Dräxlmaier-Chef Jan Reblin laut BR24, das Familienunternehmen bringe jahrzehntelange Erfahrung mit hochwertigen Serienprodukten in die Partnerschaft mit.

Dräxlmaier gibt es seit 140 Jahren. Die Firma produziert zum Beispiel Leder für die Innenausstattung von Fahrzeugen, aber auch elektrische Systeme und Kabelstränge sowie Batteriesysteme.

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