Alle Warnleuchten blinken
„Tickende Zeitbombe“ auf der A1: Polizei stoppt Schrott-Lkw
15.09.2026 – 17:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Polizeibeamten fällt der schlechte Zustand eines Lkw auf der Autobahn auf. Bei einer Kontrolle entpuppt sich der Lastwagen als tickende Zeitbombe.
Am vergangenen Freitag gegen 4.50 Uhr haben Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn einen Lkw mit Anhänger aus dem Verkehr gefischt. Sie sprechen von einer „tickenden Zeitbombe“.
Der Lastwagen fiel auf der A1 im Bereich der Gemeinde Emstek auf, weil er sehr langsam unterwegs war und „einen fragwürdigen technischen Zustand“ aufwies. Das teilt die Polizei am Dienstag mit. Das Gespann war auf dem Weg nach Spanien und sollte dort mit einem Schiff exportiert werden.
Auf einem Autobahnparkplatz wurde eine Kontrolle durchgeführt. Neben dem technisch schlechten Wartungszustand stellten die Beamten fest, dass sämtliche Warnleuchten im Armaturenbrett leuchteten. Der stark korrosionsgeschwächte Sattelanhänger war mit zwei Sattelzugmaschinen und zwei Autos beladen. Aufgrund der Ladungshöhe war das Dach des Anhängers entfernt worden. Die gesetzlich erlaubte Fahrzeughöhe wurde stark überschritten.
Bei der anschließenden gründlicheren Untersuchung bei einer Prüfstation kamen außerdem schwere Bremsenmängel ans Licht. Ein undichter Luftpresser der Zugmaschine führte dazu, dass die Betriebsbremsanlage mangels Druckluft nahezu ohne Funktion war. Beide Fahrzeuge wurden als verkehrsunsicher eingestuft. „Eine Gefahrenbremsung, zum Beispiel an einem Stauende, wäre in diesem Zustand nicht möglich gewesen“, so die Polizei.
Die Beamten leiteten ein Verfahren gegen Fahrzeugverantwortlichen aus Hamburg ein. Der Lkw wurde mit einer technischen Sperre versehen, um eine Weiterfahrt zu verhindern.
