Nachwuchs gesucht – und gefunden?

Nach schwierigen Jahren: Mehr junge Leute wählen Tourismusberufe

23.08.2026 – 19:26 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Hotel (Symbolbild): Mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung im Gastgewerbe. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)

Jahrelang fanden Hotels und Restaurants in Dresden kaum Auszubildende. Nun melden Branchenvertreter so viele Neueinsteiger wie lange nicht mehr.

Der Tourismusverband Dresden meldet für das laufende Ausbildungsjahr einen deutlichen Anstieg bei den Neuverträgen in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus. Bis Ende Juli registrierte die Industrie- und Handelskammer Dresden 526 neue Ausbildungsverträge in diesen Bereichen – mehr als in den beiden Vorjahren mit 413 (2023) und 478 (2024). Das geht aus einer Mitteilung des Tourismusverbands Dresden hervor.

Diana Maatz, Vorstandsmitglied des Verbandes, zeigte sich zufrieden: „Die Rückmeldungen unserer Mitgliedsunternehmen sind wirklich erfreulich.“ Anzahl und Qualität der Bewerberinnen und Bewerber seien nach schwierigen Jahren bei der Nachwuchsgewinnung ein sehr positives Signal, so Maatz weiter.

Viele gute Bewerbungen trudeln ein

Hotels, Gastronomiebetriebe, Museen, Veranstalter und touristische Dienstleister berichteten demnach von so vielen und zugleich überwiegend guten Bewerbungen wie seit Jahren nicht mehr. Martin Raich, Generalmanager des Hilton Dresden, stellte in den vergangenen zwei Wochen den Angaben zufolge 14 neue Auszubildende ein.

Er berichtete, man erlebe gerade, „dass Berufe in Hotellerie und Gastronomie wieder stärker als das wahrgenommen werden, was sie sind – abwechslungsreiche Berufe mit viel Kontakt zu Menschen, internationalen Perspektiven, sehr unterschiedlichen Karrierewegen und auch nicht in Gefahr, kurzfristig durch KI ersetzt zu werden“.

Besonders gefragt ist der Kochberuf: 186 junge Menschen beginnen in diesem Sommer eine Ausbildung als Koch oder Köchin. Dieses Berufsbild hatte laut Verband über Jahre zu den besonders schwer zu besetzenden Ausbildungsberufen gezählt. Als einen Grund für das wiedergewonnene Interesse nennt der Verband die starke Präsenz von Kochshows und Streamingformaten in den sozialen Medien.

Share.
Exit mobile version