Beschluss gefasst?
VW-Boss Blume hat wohl Aus für vier Werke besiegelt
01.09.2026 – 18:38 UhrLesedauer: 3 Min.
VW macht wohl vier Standorte in Deutschland dicht: Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm. Belegschaft und Gewerkschaft kündigen Widerstand an.
Der Volkswagen-Vorstand hat einem Medienbericht zufolge einstimmig einen Beschluss über den Zeitpunkt des Produktionsendes in den Werken Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm gefasst. So soll die Produktion in Emden und Zwickau im Jahr 2031 enden, in Hannover 2032 und im Audi-Werk Neckarsulm 2034, berichtete die „Wirtschaftswoche“ am Dienstag aus einem Papier für den Aufsichtsrat. Dem Magazin zufolge kann der Vorstand das „Leerlaufen von Werken“ am Aufsichtsrat vorbei umsetzen.
Zuvor hatte IG Metall-Chefin Christiane Benner das Vorgehen des VW-Management scharf kritisiert. Sie hielt dem Vorstand eine verfehlte Kommunikationsstrategie vor. „Die war bislang schlecht, denn es wurden einfach weitere Abbauzahlen und Werkschließungen in den Raum gestellt“, sagte Benner der Zeitung „Augsburger Allgemeine.“
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Verfehlte Strukturen und Geschäftsmodelle
Laut „Wirtschaftswoche“ soll das Dokument die Entscheidung des Aufsichtsrats am Wochenausgang vorbereiten. Die bestehenden Geschäftsmodelle und Strukturen reichten nicht mehr aus, „um die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität des Volkswagen-Konzerns langfristig sicherzustellen“, zitiert das Magazin aus dem Dokument, das den Titel „Bericht zum Konzeptbeschluss Aufsichtsrat 3./4. September 2026“ trage.
Darin steht demzufolge weiter, dass der Vorstand das unter Ziffer 3 dargelegte „Konzept für die gesamthafte Transformation des Volkswagen-Konzerns im Sinne eines Konzeptbeschlusses einstimmig beschlossen“ habe. Unter dieser Ziffer wird laut „Wirtschaftswoche“ das Produktionsende im Jahr 2031 für die Werke in Emden und Zwickau und für Hannover im Jahr 2032 und Neckarsulm im Jahr 2034 benannt.
Volkswagen wollte sich auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP hin nicht äußern. Ein Sprecher des Konzerns bat um Verständnis, „dass wir interne Unterlagen nicht kommentieren“. „Diese werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess greifen wir nicht vor.“
