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Home » Aus für Fregatte trifft Rüstungsfirma hart – Aktienkurs fällt
Politik

Aus für Fregatte trifft Rüstungsfirma hart – Aktienkurs fällt

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 24, 2026
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Aus für Fregatte trifft Rüstungsfirma hart – Aktienkurs fällt

Aktienkurs halbiert

Deutschlands Top-Waffenschmiede schwächelt

Aktualisiert am 24.06.2026 – 17:23 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kampfausrüstung von Rheinmetall auf der Nürnberger Sicherheitstechnik-Messe Enforce Tac: Hat sich die Düsseldorfer Rüstungsschmiede verhoben? (Quelle: Daniel Karmann/dpa/dpa-bilder)

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Der einstige Börsenüberflieger Rheinmetall hat Anleger zuletzt enttäuscht. Nun setzt eine Entscheidung des Verteidigungsministers dem Rüstungskonzern weiter zu.

Nachdem sich die Hoffnungen auf einen Fregatten-Großauftrag zerschlagen haben, geht es für den einstigen Börsenüberflieger Rheinmetall bergab. Noch im Herbst war ein Anteilsschein der Düsseldorfer Waffenschmiede gut 2.000 Euro wert gewesen und damit etwa 20 Mal so viel wie vor Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022.

Danach aber ging es schrittweise nach unten – und mancher Finanzanalyst fragte sich, ob sich der Rüstungskonzern mit seinen prallvollen Auftragsbüchern in diversen Bereichen nicht übernommen habe. Nun drückte eine Nachricht aus dem hinzugekauften Schiffsbereich die Aktie weiter nach unten.

Fregatten-Entscheidung trifft Rheinmetall hart

Wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilte, verfolgt es den Bau von sechs Fregatten nicht weiter. Diesen Auftrag hielt das niederländische Unternehmen Damen, doch in dem Vorhaben war der Wurm drin. Rheinmetall brachte sich für das Projekt ins Spiel, geht nun aber leer aus.

Rheinmetall-Chef PappergerVergrößern des Bildes
Rheinmetall-Chef Armin Papperger: Finanzanalysten sehen trotz der gegenwärtigen Schwäche weiteres Wachstumspotenzial für seine Firma. (Quelle: Wolf von Dewitz/dpa/dpa-bilder)

Stattdessen will die Bundesregierung andere Fregatten beim U-Boot-Bauer TKMS beschaffen. Während der TKMS-Aktienkurs anzog, büßte Rheinmetall allein am Mittwoch zeitweise um etwa 20 Prozent ein. Noch Anfang Oktober war der Kurs auf 2.008 Euro geklettert, inzwischen sind es nur noch circa 950 Euro.

Finanzanalysten schreiben Rheinmetall noch nicht ab

Rheinmetall stellt Panzer, Artillerie, Flugabwehr-Geschütze, Munition, Militär-Lastwagen und andere Rüstungsgüter her. Außerdem setzt die Firma immer stärker auf Drohnen, die Kampfverbände unterstützen sollen. Neu eingestiegen ist der Rüstungskonzern in das Geschäft mit Weltraum-Satelliten, um möglichst präzise Bilder von feindlichen Truppenverbänden und Militäranlagen zu liefern.

Anfang März schluckte Rheinmetall zudem die Lürssen-Marinesparte, seither ist die Firma auch Schiffsbauer. Bei der Pariser Waffenmesse Eurosatory stellte Rheinmetall kürzlich erstmals ein Schiff aus, und zwar ein 8,50 Meter langes Drohnenboot seiner neuen Marinetochter.

Zwar ging es an der Börse nach unten, doch Finanzanalysten sehen viel Luft nach oben beim Rheinmetall-Aktienkurs. So sieht das Bankhaus Metzler bei Rheinmetall ein Kursziel von 2.180 Euro – das wäre mehr als doppelt so viel wie derzeit und höher als ein Anteilsschein jemals wert gewesen ist. Die Verwaltungszentrale von Rheinmetall ist in Düsseldorf, das größte Werk ist im niedersächsischen Unterlüß.

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