Zeitenwandel
Darum waren Hundehaufen früher häufig weiß
16.05.2026 – 12:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Viele erinnern sich noch an die auffällig weiße Farbe getrockneter Hundehaufen. Warum sie heute praktisch verschwunden ist, hat mehrere Ursachen.
Weiße Hundehaufen gehörten früher vielerorts zum Straßenbild. Heute sieht man sie kaum noch. Das liegt nicht nur daran, dass mehr Hundehalter den Kot ihrer Tiere entsorgen. Vor allem das Hundefutter hat sich verändert.
Bis in die 1990er-Jahre enthielten viele Futtersorten große Mengen Knochenmehl und Kalzium. Hunde konnten davon jedoch nur einen Teil verwerten. Der Überschuss wurde ausgeschieden. Direkt danach waren die Haufen meist noch nicht auffällig weiß. Die typische Färbung entstand oft erst später durch Sonne, Luft und Witterung. Dadurch trocknete der Kot aus und bleichte mit der Zeit regelrecht aus.
Kalziumgehalt in Hundefutter ist gesunken
Heute setzen Hersteller deutlich seltener auf Knochenmehl. Mit der Forschung zur Hundeernährung änderte sich auch die Zusammensetzung vieler Futtersorten. Ein dauerhaft zu hoher Kalziumanteil gilt inzwischen als problematisch, weil er unter anderem Nierensteine oder Fehlentwicklungen an Knochen begünstigen kann.
Erhalten Sie Antworten aus Tausenden t-online-Artikeln.
Ganz verschwunden ist Knochenmehl allerdings nicht. Vor allem bei der sogenannten Barf-Ernährung kommt es weiterhin zum Einsatz. Dabei werden Hunde unter anderem mit rohem Fleisch, Innereien und Knochen gefüttert. Knochenmehl dient dort als Ergänzung für Kalzium, Phosphor und Vitamin D. In der Regel wird es jedoch deutlich gezielter dosiert als früher. Deshalb verfärbt sich der Kot normalerweise nicht weiß.
Heller Kot kann ein Warnzeichen sein
Wenn Hundekot heute dennoch ungewöhnlich hell oder weiß erscheint, kann das auch ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein. Möglich sind etwa Störungen der Fettverdauung oder Erkrankungen von Leber und Galle. In solchen Fällen wirkt der Kot allerdings oft eher schaumig oder schmierig und nicht trocken-bröselig wie die weißen Hundehaufen, an die sich viele noch erinnern. Hält die Verfärbung an, sollte ein Tierarzt den Hund untersuchen.










