Es geht um über eine Milliarde Euro
Klub-Boss wegen intimer Bilder erpresst
12.05.2026 – 10:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Erst lernt Wesley Edens eine Frau auf einer Internetplattform kennen, verabredet sich mehrfach mit ihr. Dann erpresst sie ihn plötzlich mit intimen Fotos.
Wesley Edens, Besitzer von Aston Villa, wurde von einer Geschäftsfrau mit intimen Bildern erpresst. Das berichten das „Wall Street Journal“ und die „New York Post“. Die Chinesin Changli Luo, Gründerin der Nonprofit-Organisation „One World Initiative Advocacy“, und der Amerikaner hatten sich zunächst über die Karriere-Plattform Linkedin kennengelernt und Treffen vereinbart.
Nach der dritten Verabredung soll es zum einvernehmlichen Geschlechtsverkehr im Appartment von Luo in Manhatten gekommen sein. Zu diesem Zeitpunkt sollen beide bereits von ihren jeweiligen Ehepartnern getrennt gewesen sein.
Für Edens soll es ein One-Night-Stand gewesen sein, Luo gestand ihm danach in einem emotionalen Brief ihre Liebe. Im Anschluss folgte laut der Staatsanwaltschaft von New York eine Erpressungskampagne mit intimen Bildern aus der Wohnung von Luo. Zunächst verlangte sie eine Zahlung von 7,5 Millionen US-Dollar (6,38 Millionen Euro), wovon eine Millionen US-Dollar vorab gezahlt werden sollte.
Erste Einigung per Video-Call
Diese Einigung wurde per Video-Call und vor einem ehemaligen Richter erzielt. Allerdings hielt sie nicht lange. Als Luo an der sexuell übertragbaren Krankheit HPV erkrankte, machte sie den Besitzer von Aston Villa und den Milwaukee Bucks aus der NBA dafür verantwortlich.
Daraufhin erhöhte sich ihre Forderung auf die Hälfte des Vermögens von Edens. Das soll rund 2,5 Milliarden Dollar (2,13 Milliarden Euro) betragen. Luo wollte demnach über eine Milliarde Euro.
Danach schaltete Edens das FBI ein. Die Wohnung von Luo wurde untersucht, zwei Handys gefunden. Auf diesen befanden sich Bilder, auf denen sie per Fotobearbeitung Edens Kopf auf den Körper eines anderen Mannes montiert hatte. In der Folge wurde Luo festgenommen, konnte nach der Bezahlung einer Kaution über 500.000 Euro aber wieder auf freien Fuß. Wann es nun zum Prozess kommt, ist noch nicht festgelegt.
