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Home » Astronomen lösen jahrhundertealtes Rätsel um Beteigeuze
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Astronomen lösen jahrhundertealtes Rätsel um Beteigeuze

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 29, 2026
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Astronomen lösen jahrhundertealtes Rätsel um Beteigeuze

„Vor Freude vom Stuhl aufgesprungen“

Forscher lösen jahrhundertealtes Rätsel um Beteigeuze


29.07.2026 – 10:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Orion: Der Rote Überriese Beteigeuze markiert die linke Schulter in dem Sternbild. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

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Schon den alten Ägyptern war aufgefallen, dass sich die Helligkeit des Sterns Beteigeuze verändert. Astronomen haben jetzt herausgefunden, warum.

Astronomen ist es erstmals gelungen, ein Bild vom Begleitstern des Roten Überriesen Beteigeuze aufzunehmen. „Das ist der Abschluss einer jahrhundertelangen Suche“, erklärte Miguel Montargès, der Hauptautor der Studie, die in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht wurde.

„Ich bin vor Freude vom Stuhl aufgesprungen“, erklärte Montargès. Er und sein Team hätten gezeigt, dass Beteigeuze kein Einzelstern sei, sondern von einem lichtschwachen stellaren Begleiter umkreist werde. Auch wenn weitere Beobachtungen erforderlich seien, um die Existenz des Begleiters zweifelsfrei zu belegen, „bleibt nur sehr wenig Raum für Zweifel“.

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Wissenschaftlicher Nachweis war schwierig

Beteigeuze ist vielen Sternenguckern als „Schulter des Jägers“ im Sternbild Orion bekannt. Bereits den alten Ägyptern und den australischen Ureinwohnern war aufgefallen, dass sich die Helligkeit des riesigen Sterns in regelmäßigen Zyklen verändert. Die Ursache dieses Phänomens war lange Zeit unklar.

VLT images of Betelgeuse and its companionVergrößern des Bildes
Beteigeuze markiert die linke Schulter im Sternbild Orion. (Quelle: ESO / M. Montargès et al. Background: N. Rissinger)

Erst im Jahr 2024 entwickelten Astronomen die Theorie, dass diese Veränderung der Helligkeit durch das Vorbeiziehen eines anderen Sterns verursacht werden könnte. Der wissenschaftliche Nachweis gestaltete sich aber als schwierig, weil Beteigeuze so hell ist, dass er viele lichtschwächere Sterne überstrahlt.

Stern ist schwerer als die Sonne

Bei genauerer Untersuchung stellte sich aber nun heraus, dass der Begleiter, der Beteigeuze B genannt wurde, weitaus massereicher ist als ursprünglich angenommen. Demnach hat er die zwei- bis dreifache Masse unserer Sonne. Zum Vergleich: Beteigeuze ist tausendmal so massereich wie die Sonne.

Die Beobachtungen wurden bereits 2024 vom Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile gemacht, als der Begleitstern relativ weit von Beteigeuze entfernt war. Beteigeuze B sei dabei direkt abgebildet worden, schreibt die Europäische Südsternwarte (ESO), die das VLT betreibt.

„Das bedeutet, dass das Licht des Sterns selbst nachgewiesen wurde“, heißt es. Die Verarbeitung und Analyse der Daten nahmen aber viel Zeit in Anspruch. Die Ergebnisse wurden schließlich in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

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