Arda Saatçi

Extremläufer erreicht nach 123 Stunden Ziel

11.05.2026 – 01:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Arda Saatçi: Der Berliner ist mehr als 600 Kilometer gelaufen. (Quelle: Cameron Moon/dpa)

Sein Ziel verpasste er und lief trotzdem weiter: Arda Saatçi hat seinen Ultramarathon durch Kalifornien beendet. Was ihn in den letzten Stunden noch antrieb.

604 Kilometer durch die Hitze Kaliforniens, mehr als fünf Tage auf den Beinen und am Ende doch angekommen: Der Berliner Extremläufer Arda Saatçi hat am Sonntag um 14.30 Uhr Ortszeit den Santa Monica Pier nahe Los Angeles erreicht. 123 Stunden und 21 Minuten war der 28-Jährige unterwegs.

Sein ursprüngliches Ziel hatte er da längst verfehlt. 600 Kilometer in 96 Stunden wollte Saatçi zurücklegen, nach Ablauf dieser Zeit hatte er gut 458 Kilometer hinter sich. Er lief trotzdem weiter. „Egal wie“, hatte er angekündigt. Im Ziel erwarte ihn seine Mutter, er habe ihr versprochen, mit ihr am Muttertag ein Eis essen zu gehen. „Das Versprechen werde ich auch halten.“

Gestartet war Saatçi im Badwater Basin im Death Valley. Die Strecke war wegen Umwegen am Ende 604,5 Kilometer lang. Neben Hitze und Schlafmangel machten ihm körperliche Schmerzen zu schaffen. Wenn der Puls zu stark stieg, wechselte er ins Gehen, kurz vor dem Ziel lief er noch mit einer Geschwindigkeit von etwa sechs Minuten pro Kilometer. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit über die gesamte Distanz lag bei mehr als zwölf Minuten pro Kilometer.

Am Wegesrand feuerten ihn immer wieder Fans an, einige liefen ein Stück mit. Hunderttausende verfolgten den Lauf per Livestream, auf YouTube folgen Saatçi rund 1,5 Millionen Menschen, auf Instagram rund zwei Millionen.

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Möglich wurde das Projekt durch ein großes Team: Läufer filmten Saatçi im Schichtbetrieb, ein Physiotherapeut kümmerte sich um seinen Körper, Freunde und Bekannte leisteten moralischen Beistand. Vor dem Start hatte er sich mit einer großen Menge an Lebensmitteln eingedeckt.

Am 15. Mai wird Arda Saatçi wieder in Berlin erwartet.

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