An ihm führt kein Weg vorbei

Der neue Star am DFB-Himmel


22.06.2026 – 20:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Felix Nmecha: Er machte gegen die Elfenbeinküste mit starker Leistung auf sich aufmerksam. (Quelle: IMAGO/DeFodi.de)

Er ist einer der auffälligsten deutschen Spieler der bisherigen WM. Felix Nmecha präsentiert sich beim Turnier in Topform.

Noch im März sprach Bundestrainer Julian Nagelsmann über seine Bedenken hinsichtlich einer Doppelsechs bestehend aus Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović. „Wir brauchen für den offensiveren Part ein etwas anderes Profil, aber einer von beiden hat auf jeden Fall gute Chancen zu spielen“, sagte Nagelsmann im „Kicker“-Interview. Er vermisse „in Deutschland schon einen richtig stabilen, zweikampfstarken Sechser – auch in der Luft.“

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Quelle: MagentaTV
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Am Ende entschied sich der Bundestrainer jedoch für genau diese Paarung bei der Weltmeisterschaft. Auch, weil Joshua Kimmich einmal mehr als Rechtsverteidiger aushelfen muss. Ob diese Konstellation optimal ist, bleibt ein Stück weit fraglich. Fraglos ist hingegen die Wichtigkeit von Nmecha. Der 25-Jährige hat sich nicht nur bei Borussia Dortmund, nach einem holprigen Start infolge seines 30-Millionen-Euro-Wechsels aus Wolfsburg, als essenzielle Stütze etabliert, sondern er wirkt aktuell auch wie der beste Sechser in Deutschland.

Nmecha sorgt permanent für Gefahr

Nmechas große Stärke ist seine starke Athletik und Größe. Er wird gerne als „Krake“ charakterisiert, weil sein Zugriff auf dem Feld so enorm ist. Defensiv kann er viele Lücken schließen, notfalls Gegner noch entscheidend abdrängen. Und offensiv stößt er mit Power in die Räume hinter den Kreativköpfen. Kommt er vorm Strafraum an den Ball, wirkt es auf den ersten Blick immer gefährlich. Scharfe Linienpässe wie jenen vor dem Siegtreffer gegen die Elfenbeinküste befinden sich auch in seinem Repertoire.

Hier bejubeln Joshua Kimmich (l.) und Deniz Undav den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer Undavs. (Quelle: IMAGO/Bahho Kara)

Die Partie gegen die Ivorer war dabei nicht einmal eine der stärksten von Nmecha. Zumindest offensiv konnte er vor dem angesprochenen Assist auf Deniz Undav nicht so viel wie üblich zeigen. Doch seine Position als Anker im DFB-Team ist unbestritten.

Ganz unrecht hatte Nagelsmann mit seiner Aussage im März jedoch nicht. Nmecha und Pavlović sind vom Profil vielleicht etwas zu ähnlich. Es bräuchte noch einen Ballverteiler wie Kimmich, der jedoch hinten rechts festhängt. Als Rechtsverteidiger ist sein Einfluss limitiert und defensiv gehört er dort auch nicht zu den Besten der Welt.

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