Auf dem Weg nach München
Scheibe gerissen: Jet muss plötzlich über dem Atlantik umkehren
21.05.2026 – 08:03 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Boeing 777 von American Airlines ist über dem Atlantik unterwegs nach München, als die Crew ein Problem im Cockpit bemerkt. Die Maschine muss umdrehen.
Ein Langstreckenflug von American Airlines nach München hat über dem Atlantik kehrtmachen müssen. Grund war eine gerissene Cockpitscheibe auf der Seite des Co-Piloten. Die Boeing 777-200 war am Dienstag, 12. Mai, als Flug AA784 von Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina nach München unterwegs.
Nach Angaben des Luftfahrtportals „Aviation Herald“ befand sich die Maschine bereits über dem Atlantik, rund 315 Kilometer südöstlich von St. John’s in Neufundland, Kanada, als die Crew den Vorfall bemerkte.
München-Flug kehrt nach New York um
Die Piloten entschieden sich daraufhin zur Umkehr und leiteten den Jet nach New York-JFK um. Die Maschine sank vorsorglich von rund 11.600 auf etwa 9.100 Meter Flughöhe und landete rund zweieinhalb Stunden später sicher in New York.
Gerissene Cockpitscheiben gelten in der Luftfahrt als selten, können aber ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem darstellen. Die Frontscheiben moderner Verkehrsflugzeuge bestehen aus mehreren Schichten und sind so konstruiert, dass auch bei Schäden die Stabilität erhalten bleibt. Dennoch sehen die Sicherheitsvorgaben in vielen Fällen eine vorsorgliche Landung vor.
Die Passagiere mussten ihre Reise nach München mit einer Ersatzmaschine fortsetzen. Der Ersatzjet erreichte die bayerische Landeshauptstadt laut „Aviation Herald“ mit rund siebeneinhalb Stunden Verspätung. Das betroffene Flugzeug stand auch rund 40 Stunden nach der Landung noch in New York am Boden.
Die Ursache für die gerissene Scheibe ist bislang unklar.
