Razzia in Köln
Mann soll mit Fake-Shops Millionen in Krypto gewaschen haben
21.05.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann aus Rösrath bei Köln soll über Jahre Fake-Shops betrieben haben. Die mutmaßlichen Einnahmen verschwanden offenbar in Kryptowährungen.
Bestellungen aufgegeben, Geld überwiesen und nie eine Lieferung erhalten: Ein 37-Jähriger aus Rösrath bei Köln soll mit mindestens vier falschen Online-Shops jahrelang Käufer betrogen haben. Die Einnahmen in Millionenhöhe ließ er offenbar in Kryptowährungen verschwinden.
Am Mittwochmorgen durchsuchte die Polizei das Wohnhaus des Mannes sowie einen Friseurbetrieb in Köln. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Warenbetrugs, Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Der 37-Jährige wurde nicht festgenommen.
380 Personen unwissentlich eingespannt
Laut Polizei soll der Beschuldigte die Fake-Shops zwischen 2021 und 2025 betrieben haben. Dort bot er Waren an, die er nie versandte. Um seine mutmaßlichen Gewinne zu waschen, griff er offenbar auf eine weitere Masche zurück: Er soll im Internet Stellenanzeigen für Nebenjobs als App-Tester geschaltet haben.
380 Menschen aus ganz Deutschland meldeten sich auf diese Anzeigen und tappten nach Angaben der Ermittler in eine Falle. Sie eröffneten Bankkonten für einen vermeintlichen Software-Test, über die der 37-Jährige anschließend die Kontrolle übernahm. Die Millioneneinnahmen aus den Fake-Shops soll er auf diese Konten überwiesen und von dort in Kryptowährungen transferiert haben.
Bei den Durchsuchungen waren Krypto- und Finanzermittler sowie Steuerfahnder im Einsatz. Sie stellten Beweismittel, Geld und Wertsachen sicher. Die Ermittlungen dauern an.
