Ausflüge im Frühling

Belgischen Juwel mit Grachten und Frühlings-Flair


Aktualisiert am 27.04.2026 – 19:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Altstadt von Lier (Archivbild): Die Häuser an den Grachten eignen sich perfekt für Fotoshootings. (Quelle: Sergey Dzyuba/imago)

Ein malerisches Städtchen in der Provinz Antwerpen ist von Düsseldorf aus leicht erreichbar – und auch ideal für einen Frühlingsausflug.

Die belgische Kleinstadt Lier in der Provinz Antwerpen macht sich als Ausflugsziel ab Düsseldorf besonders gut. Die Nete legt sich in einer weiten Schleife um die Altstadt – das verleiht dem Ort seinen unverwechselbaren Charme. Zwischen Fluss und zentralem Grote Markt liegen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten so nah beieinander, dass sich alles bequem zu Fuß erkunden lässt.

Mittelpunkt der Stadt ist der Grote Markt mit dem prächtigen Rathaus im flämischen Rokokostil. Im Inneren ist eine kunstvolle Wendeltreppe aus Eichenholz und ein reich verzierter Ratssaal zu sehen – beide zeugen von der historischen Bedeutung des Gebäudes. Direkt daneben erhebt sich der gotische Belfried aus dem Jahr 1369.

Einst diente der Turm als sicherer Aufbewahrungsort für wichtige Urkunden und als städtisches Warnsystem. Heute steht er als Symbol für die Unabhängigkeit der Stadt. Alle 15 Minuten erklingt ein automatisches Glockenspiel mit 23 Glocken – ein Klang, den sich kein Besucher entgehen lassen sollte.

Nur wenige Schritte entfernt befindet sich die spätgotische St.-Gummarus-Kirche, eines der bedeutendsten Bauwerke der brabantischen Gotik. Auch das ehemalige Zunfthaus der Metzger, das sogenannte Vleeshuis, erinnert an Liers Vergangenheit als Handels- und Handwerkszentrum. Überhaupt lässt sich die Geschichte der Stadt an vielen Ecken ablesen – etwa am Zimmerturm, der heute eine außergewöhnliche Sammlung astronomischer Uhren beherbergt.

Ein besonders atmosphärischer Ort ist der Beginenhof aus dem 13. Jahrhundert, der zum UNESCO-Welterbe gehört. In seinen elf schmalen Gassen reihen sich 162 kleine Häuser aneinander, die einst von frommen und meist unverheirateten Frauen bewohnt wurden.

Die Kirche der heiligen Margareta von Antiochien im Zentrum des Hofs zeigt schlichte Barockarchitektur, ergänzt durch einen Rokoko-Turm mit einer Einzeiger-Uhr für die Stunden. Ein Spaziergang durch die Höfe vermittelt ein lebendiges Bild früherer religiöser und sozialer Strukturen.

Seinen besonderen Reiz entfaltet Lier aber vor allem draußen: Entlang der kleinen Grachten und an der Nete reihen sich historische Häuser, Cafés und Brasserien. Gerade an warmen Tagen laden die Terrassen dazu ein, bei einem Getränk zu verweilen und dem Glockenspiel zu lauschen. Die kompakte Altstadt macht es leicht, Sightseeing und kulinarische Pausen miteinander zu verbinden.

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