Hamburger ist Titelfavorit

US Open: Zverev startet gegen Lieblingsgegner

28.08.2026 – 11:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Alexander Zverev auf dem Tennis-Court: Der Hamburger trifft zum Start der US Open auf einen vermeintlich leichten Gegner. (Quelle: IMAGO / MediaPunch)

Alexander Zverev ist bei den US Open als Nummer eins gesetzt. Der Hamburger hofft auf seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Boris Becker sieht allerdings eine Gefahr.

Alexander Zverev startet bei den US Open mit einer guten Ausgangslage. Zum Auftakt trifft er auf den Italiener Lorenzo Sonego, gegen den er alle sechs bisherigen Duelle gewonnen hat. Auch danach warten zunächst Gegner, gegen die Zverev gute Chancen auf ein Weiterkommen haben dürfte. In New York will er seinen zweiten Majortitel gewinnen.

Nach seinem frühen Aus im Mixed-Turnier kehrte Zverev schnell auf den Trainingsplatz zurück. Dort trainierte er gemeinsam mit Novak Djokovic. Der Sky- und RTL-Experte Patrik Kühnen sieht vor dem Turnierstart am Sonntag vor allem einen wichtigen Faktor: „Er hat die French Open mit Offensive und Mut gewonnen. Das braucht es auch bei den US Open.“

Jannik Sinner fehlt bei den US Open

Zverev führt bei den US Open erstmals die Setzliste an, obwohl er bisher nicht an der Spitze der Weltrangliste stand. Dort liegt Jannik Sinner, der in New York wegen Knieproblemen nicht antreten kann. Carlos Alcaraz kehrt dagegen nach einer langwierigen Handgelenkverletzung zurück. Offen ist, in welcher Form er sich präsentiert.

  • Umjubelter Gastauftritt: Die Toten Hosen rocken Hamburg – mit großer Überraschung

Zverev gewann am 7. Juni in Paris seinen ersten Grand-Slam-Titel. Damit zählt er auch auf den Hartplätzen in Flushing Meadows zu den Titelkandidaten. Daran ändern auch seine durchwachsenen Vorbereitungsturniere in Montréal und Cincinnati wenig.

Bei den Grand-Slam-Turnieren überzeugte Zverev in dieser Saison besonders. In Melbourne und Wimbledon erreichte er jeweils das Finale, in Paris gewann er den Titel. Auch mit New York hat Zverev gute Erfahrungen: 2020 stand er dort bereits im Finale. Ein erneuter Erfolg würde zudem seinen Rückstand von mehr als 5.000 Punkten auf Weltranglistenersten Sinner deutlich verkürzen.

Zverev will Nummer eins der Welt werden

„Ich habe noch ein Ziel, das ich nicht erreicht habe: die Nummer eins der Welt“, sagte Zverev zuletzt häufiger. Boris Becker sieht in dieser Chance allerdings auch eine Gefahr. Die bisherigen Auftritte Zverevs bei den Vorbereitungsturnieren auf Hartplatz erinnern ihn an eine schwierige Phase des Deutschen.

„Ich will es nicht zu laut betonen. Aber das erinnert mich so ein bisschen an das Frühjahr letztes Jahr“, sagte der sechsmalige Grand-Slam-Champion in seinem Podcast mit Andrea Petkovic: „Als er nach dem Finale in Melbourne und der Dopingsperre von Sinner wirklich drei, vier Monate große Chancen hatte, Sinner deutlich näherzukommen. Es passierte fast die schlechteste Phase seiner Tenniskarriere.“

Er drücke „alle Daumen“, spüre aber, dass sich Zverev „vielleicht zu viel Druck“ mache aufgrund einer „unglaublichen Chance“, fügte Becker an. Ab Sonntag kann Zverev bei den US Open zeigen, ob Beckers Sorge berechtigt ist.

Share.
Exit mobile version