„Mit welchem Recht?“

Serbien-Trainer redet sich nach Pleite gegen Deutschland in Rage


Aktualisiert am 02.10.2026 – 11:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Veljko Paunović: Der serbische Nationaltrainer ist seit einem Jahr im Amt.

Veljko Paunović: Der serbische Nationaltrainer ist seit einem Jahr im Amt. (Quelle: IMAGO/HMB Media/Heike Feiner)

Serbien verliert mit 0:2 gegen Deutschland – und hat dabei sogar Glück. Die Stimmung im Land ist schlecht. Dem Trainer gefällt das überhaupt nicht.

Aus München berichtet Benjamin Zurmühl

Selbst die anwesenden Journalisten, die der serbischen Sprache nicht mächtig waren, merkten, dass Veljko Paunović sauer war. Der serbische Nationaltrainer hatte mit seinem Team 0:2 gegen Deutschland verloren und war dabei über die gesamte Spielzeit unterlegen. Das Ergebnis war angesichts der vielen guten Chancen für die DFB-Elf sogar noch schmeichelhaft. Deutschland hätte gut und gerne drei, vier oder sogar fünf Tore schießen können.

Doch das Ergebnis oder die Leistung seiner Mannschaft waren es nicht, die den Puls des Trainers in die Höhe trieben. Es war die Frage eines Journalisten, der die enttäuschenden Ergebnisse in den jüngsten Länderspielen hervorhob. Alle drei Partien in der Nations League hatte Serbien verloren.

Paunović aber wollte sich nicht einzig an Ergebnissen messen lassen – und redete sich in Rage. „Wir sind Serbien, ein kleines Land, und es braucht Zeit, bis wir ein System etablieren“, schimpfte der 49-Jährige über die fehlende Geduld in der Heimat. Er habe eine Mannschaft in einem schwierigen Zustand geerbt, als er vor einem Jahr als Trainer übernahm.

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„Jeder, der uns nahesteht, weiß, dass wir daran arbeiten, die schlechte Stimmung umzudrehen. Wir haben unsere Führungsspieler zurückgeholt, talentierte Spieler dazugenommen und bauen ein neues System auf. Aber das braucht Zeit“, führte er aus. Die Duelle in der Nations League gegen stärkere Mannschaften würden diesen Prozess erschweren. „Wir sind noch nicht dort, wo wir eines Tages sein könnten.“

Die Kritik aus der Heimat gefiel Paunović nicht. „So ist es nun einmal für uns auf dem Balkan. Mit welchem Recht glauben wir immer, dass wir es besser wissen als die anderen?“, fragte er.

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