Polizei ermittelt
Frau verkleidet sich als Katherina Reiche – und klebt sich fest
Aktualisiert am 14.04.2026 – 20:07 UhrLesedauer: 1 Min.
Auf der Berliner Museumsinsel muss die Polizei anrücken: Eine Frau hat sich an einer Vitrine festgeklebt. Nach Angaben der Gruppe Neue Generation richtet sich der Protest gegen die Wirtschaftsministerin.
Bei einer Protestaktion auf der Berliner Museumsinsel hat sich eine Demonstrantin an eine Vitrine im Bode-Museum geklebt. Es habe einen entsprechenden Vorfall gegeben, bestätigte eine Sprecherin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) in der Hauptstadt. Die Polizei sei vor Ort, ein Ausstellungsobjekt sei nicht beschädigt worden.
Die Gruppierung Neue Generation teilte mit, eine Unterstützerin ihrer Bewegung habe sich als Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verkleidet und sich im Münzkabinett mit Sekundenkleber an eine Glasvitrine geklebt, in der Geldstücke ausgestellt würden. Mit der Protestaktion kritisiere sie, dass Reiche „nicht die nötige kritische Distanz zur Wirtschaft“ halte, „um als Ministerin im Sinne der Bevölkerung unabhängig zu entscheiden“, schrieb die Gruppierung.
Ein Polizeisprecher bestätigte, dass seit etwa 16 Uhr ein Polizeieinsatz laufe. Die Frau werde nun von der Vitrine gelöst und es werde wegen Hausfriedensbruchs ermittelt, sagte der Sprecher. Das Museum soll nach Angaben der SPK-Sprecherin an diesem Mittwoch wie üblich öffnen.
Die Bewegung Neue Generation ging aus der Klimaschutzgruppe Letzte Generation hervor, die sich im Januar 2025 aufgelöst hatte. Die Letzte Generation hatte in den vergangenen Jahren unter anderem mit zahlreichen Straßenblockaden für Aufsehen gesorgt.
