Airline-Chef besorgt

United streicht wegen hoher Kerosinkosten Tausende Flüge


21.03.2026 – 10:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Heckflosse eines United-Airlines-Flugzeugs: Kerosinpreise zwingen den Konzern zu drastischen Maßnahmen. (Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)

Bis zu 175 Dollar pro Barrel: Diese Prognose lässt selbst Branchenriesen nervös werden. United Airlines reagiert – und streicht überraschend Verbindungen.

Die US-amerikanische Fluggesellschaft United Airlines streicht nach eigenen Angaben wegen der stark gestiegenen Kerosinkosten infolge des Krieges im Iran fünf Prozent seiner Flüge. Das US-Unternehmen bereite sich auf einen Ölpreis von bis zu 175 Dollar pro Barrel vor, der bis Ende 2027 über der Marke von 100 Dollar bleiben könnte, teilte Konzernchef Scott Kirby am Freitag (Ortszeit) in einer Mitteilung auf der Website an die Belegschaft mit.

Bei den jährlich etwa 1,68 Millionen Flügen der Airline würden somit rund 85.000 Flüge entfallen. Laut dem Konzernchef sind von den Streichungen unprofitable Routen, Nacht- und Wochentagsverbindungen sowie Flugverbindungen nach Tel Aviv und Dubai betroffen. Der volle Flugplan soll voraussichtlich im Herbst wiederhergestellt werden. Angaben, ob auch deutsche Flughäfen wie Frankfurt (FRA) oder München (MUC) von den Kürzungen betroffen sind, machte die Airline nicht.

Sollten die Preise auf diesem Niveau verharren, würden die jährlichen Treibstoffkosten um etwa elf Milliarden Dollar steigen. Dies sei mehr als doppelt so viel wie der Gewinn im bisher besten Jahr der Fluggesellschaft, so Kirby.

Trotz des Kostendrucks stellte Kirby eine robuste Nachfrage im Reiseverkehr fest, wobei die gebuchten Umsätze um etwa 20 Prozent über denen des Vorjahres lagen. Dies erlaube es zwar, die Ticketpreise anzuheben, es sei jedoch sinnlos, auf unrentablen Strecken Geld zu verbrennen, so Kirby weiter.

Gleichzeitig warnte der Airline-Chef davor, dass die hohen Treibstoffpreise sich über das erste Quartal hinaus auf die Ergebnisse auswirken und möglicherweise bis ins zweite Quartal andauern könnten, was auf einen allgemeinen Druck auf die Gewinnmargen der US-Fluggesellschaften hindeutet.

Share.
Exit mobile version