Kleiderordnung im Flugzeug

Bei dieser Airline dürfen männliche Flugbegleiter Röcke tragen


15.05.2026 – 11:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Fliegendes Personal: Eine Airline erlaubt auch Männern, Röcke zu tragen. (Quelle: maxcam via imago-images.de/imago)

Fluggesellschaften haben oft strenge Regeln, was die Kleiderordnung und das Auftreten ihrer Flugbegleiter betrifft. Eine bildet die Ausnahme.

Das Kabinenpersonal eines Flugzeugs muss leicht erkennbar sein. Deshalb geben Airlines an ihre Mitarbeiter Uniformen in den spezifischen Farben ihres Unternehmens aus. Flugbegleiter der Lufthansa sind dunkelblau gekleidet, mit Accessoires in Gelb. Bei Easyjet trägt das Kabinenpersonal eine orange-graue Uniform, und bei Emirates aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sind die Begleiterinnen mit einer roten Kappe plus Schleier ausgestattet.

Auch was die Frisuren betrifft, geht es meist streng zu. Stewardessen sind angehalten, ihr Haar mindestens in einem Zopf zusammenzubinden. Viele asiatische Airlines gehen sogar noch weiter. Hier sind für Frauen ein Dutt (Chignon) oder ein klassischer French Twist vorgeschrieben.

  • Ticketkauf: Billig-Airline lässt Passagiere nachzahlen
  • Pilotenvereinigung warnt: Piloten treiben gefährliche Späße auf der Notfrequenz

Große Auswahl und Vielfalt bei Virgin Atlantic

Eine der vier Uniformen von Virgin Airlines: Auch männliche Flugbegleiter können die Variante mit Rock wählen. (Quelle: Virgin Airlines)

Während einige Fluggesellschaften sich durch strenge Regeln auszeichnen und die Uniformität ihrer Mitarbeiter als Markenzeichen für Ordnung, Disziplin und Zuverlässigkeit zelebrieren, machen andere das Gegenteil. Vorreiter ist dabei Virgin Atlantic:

  • Die britische Langstrecken-Airline mit Sitz in London schaffte bereits vor sieben Jahren die Schminkpflicht für Flugbegleiterinnen ab.
  • Die Uniformen sind nicht geschlechterspezifisch. Das heißt: Männliche Flugbegleiter und auch männliche Piloten dürfen seit 2022 offiziell an Bord Röcke tragen. Diese neue Freiheit war Teil der Kampagne: „Be yourself“ (zu Deutsch: Sei du selbst), die ein inklusives Umfeld schaffen soll.
  • Mitarbeiter können weiterhin aus vier verschiedenen Uniformtypen wählen. Die Uniformen wurden passenderweise von der für ihre Punk-Mode bekannten britischen Designerin Vivienne Westwood († 2022) entworfen.
  • Kabinenpersonal von Virgin Atlantic darf sichtbare Tattoos an Armen, Beinen und Händen haben. Gesichtstätowierungen und Tattoos am Hals müssen aber abgedeckt werden.

„Bei Virgin Atlantic haben wir uns schon immer für Individualität eingesetzt, denn wir wissen, dass Vielfalt eine Stärke ist“, heißt es von den Briten. „Brillant anders zu sein, ist unser Markenzeichen. Das macht uns aus.“ Kein Wunder, ist doch der Chef von Virgin selbst ein Exzentriker. So verkleidete sich Richard Branson 2013 als Stewardess, um eine verlorene Wette gegen AirAsia-Chef Tony Fernandes einzulösen. Auf einem Flug von Perth (Australien) nach Kuala Lumpur (Malaysia) servierte Branson, im Rock und geschminkt, Getränke und Essen.

Empfohlener externer Inhalt
Instagram

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.
  • An Bord: Diese Maßnahme kann im Notfall Leben retten

Schlägt sich diese selbst propagierte Brillanz auch in den Geschäftszahlen nieder? Ja. Virgin Atlantic erzielte im Jahr 2024 einen Rekordumsatz von 3,3 Milliarden Pfund (3,8 Milliarden Euro) und einen Vorsteuergewinn von 20 Millionen Pfund (23 Millionen Euro). Die Fluggesellschaft ist als 4-Sterne-Airline zertifiziert und bekannt für ihren Service – auch ungeschminkt und tätowiert.

Share.
Exit mobile version