Linksradikale mobilisieren
„1. Mai Eskalation“: Aggressive Videos zur Demo aufgetaucht
17.04.2026 – 07:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Am 1. Mai werden in Berlin mehrere große linke Demonstrationen erwartet. Manche Aufrufe wirken recht martialisch.
Kurz vor dem 1. Mai hat die linksradikale Szene ihre Mobilisierung verschärft. Ein Rap-Video trägt den Titel „Heraus zum 1. Mai“ und enthält einen Demonstrationsaufruf. In dem Video heißt es: „Jeden Tag 1. Mai Eskalation.“ Zu sehen sind brennende Barrikaden, vermummte Demonstranten und Polizisten mit Helm und Ausrüstung.
In einem zweiten Video auf der Internetseite zu der sogenannten „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ sind palästinensische Flaggen, der sogenannte schwarze Block der Linksautonomen und Wasserwerfer der Polizei zu sehen. „Wir müssen unserer Wut über die Zustände Luft verschaffen und Gründe, um wütend zu sein, gibt es mehr als genug“, schreibt ein anarchistischer Block an derselben Stelle.
1. Mai in Berlin: Mit „Zehntausenden“ auf die Straße
Mit „Zehntausenden“ wolle man am Abend des 1. Mai in Berlin zur jährlich größten Zusammenkunft der radikalen Linken kommen, heißt es. Neben dieser traditionellen Demonstration am Abend in Kreuzberg und Neukölln zieht erneut am Vorabend, am 30. April, eine „queer-feministische“ Frauen-Demonstration mit dem Titel „Take back the night“ durch Kreuzberg.
„Es ist an der Zeit, unsere Wut zu nutzen und uns gegen rassistische, queerfeindliche und frauenfeindliche Belästigungen auf unseren Straßen sowie gegen die patriarchale Gesellschaft, die diese schürt, zu wehren“, so die Ankündigung.
1. Mai in Berlin: Demo von Rechtsextremisten geplant?
Weitere große linke Demonstrationen soll es schon tagsüber am 1. Mai geben: im Görlitzer Park als Raveparty gegen die nächtliche Schließung des Parks; im Villenstadtteil Grunewald gegen Kapitalismus, im Treptower Park für den Erhalt der Technoclubs.
Gewarnt wird auf der Internetseite zum 1. Mai vor einer möglicherweise geplanten Demonstration von Rechtsextremisten in Neukölln. Neonazi-Gruppen würden eine solche Veranstaltung organisieren und aus taktischen Gründen erst sehr kurzfristig anmelden wollen, um einen Widerstand zu erschweren.
