Mecklenburg-Vorpommern
Neue Umfrage: AfD weiter vorn – SPD holt auf
03.09.2026 – 07:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Die SPD ist in Mecklenburg-Vorpommern auf Aufholjagd. Laut der neusten Umfrage trennt die Partei von Manuela Schwesig nur noch drei Prozentpunkte von der AfD.
Rund zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern holt die SPD einer neuen Umfrage zufolge weiter auf und verkürzt den Rückstand auf die AfD. Nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) kommen die Sozialdemokraten auf 32 Prozent. Sie liegen damit nur noch drei Punkte hinter der AfD, die auf 35 Prozent kommt. Im Vergleich zur Juli-Umfrage im Auftrag des Senders legt die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig drei Punkte zu, die AfD verliert einen Punkt.
Platz drei geht erneut an die Linke, die im Vergleich zur Juli-Umfrage ebenfalls einen Punkt einbüßt und auf 11 Prozent kommt. Die CDU erreicht einen Umfragewert von 8 Prozent (minus ein Prozentpunkt). Die Grünen liegen der Umfrage zufolge unverändert bei 5 Prozent und könnten damit den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. Der BSW käme auf unverändert 4 Prozent und wäre wie die nicht mehr gesondert ausgewiesene FDP und alle anderen Parteien voraussichtlich nicht im Landtag vertreten. Gewählt wird am 20. September.
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Rot-rot-grüne Koalition rechnerisch möglich
Bei der Landtagswahl 2021 waren die Sozialdemokraten mit 39,6 Prozent noch stärkste Kraft geworden. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3, die Linke auf 9,9, die Grünen auf 6,3 und die FDP auf 5,8 Prozent der Stimmen. Schwesig regiert das Land seither zusammen mit den Linken. Der Umfrage zufolge wäre eine rot-rote Koalition nicht mehr möglich. Gemeinsam mit den Grünen könnten die bisherigen Regierungsparteien aber rechnerisch weiterregieren. Für eine AfD-Alleinregierung würde es nicht reichen.
Umfrage ist repräsentativ
Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 26. und dem 31. August 2026 insgesamt 1.215 Wahlberechtigte aller Altersgruppen, Bildungsabschlüsse und Geschlechter in Mecklenburg-Vorpommern mittels computergestützter Telefon- und Online-Interviews befragt. Unter anderem wurde die Frage gestellt: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wäre?“
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschern die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
