Sieg in Mecklenburg-Vorpommern
Bei diesen Wählergruppen konnte die AfD besonders punkten
Aktualisiert am 21.09.2026 – 00:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD vorn. Neue Daten zeigen nun, welche Wählergruppen den Ausschlag gaben.
Die AfD hat bei ihrem knappen Sieg bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor allem von bisherigen Nichtwählern, Menschen mittleren Alters und Arbeitern profitiert.
Nach einer vorläufigen Analyse des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für die ARD vom Sonntagabend gaben aus der Gruppe bisheriger Nichtwähler dieses Mal 67.000 ihre Stimme der AfD. Auch von der SPD zog die AfD rund 45.000 Wählerstimmen ab.
Wie aus den Daten von Infratest zum Wahlverhalten weiter hervorgeht, verlor die CDU, die ein historisch schlechtes Ergebnis einfuhr, rund 28.000 ihrer bisherigen Wähler an die AfD und zudem rund 25.000 Wählerstimmen an die SPD.
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Von der aus dem Schweriner Landtag geflogenen FDP wechselten 15.000 zur AfD und von der Linkspartei etwa 8.000. Die Grünen verloren 6.000 Wähler an die SPD und 3.000 an das BSW. Das Wanderungsmodell von Infratest schätzt die Wanderungsströme im Vergleich zur vorangegangenen Landtagswahl im Jahr 2021.
Wahlverhalten nach Alter, Beruf und Geschlecht
Zugleich überzeugte die AfD vor allem Wähler im mittleren Alter. So machten bei den 35- bis 44-Jährigen 45 Prozent ihr Kreuz bei der in Teilen rechtsextremistischen Partei und bei den 45- bis 59-Jährigen sogar 47 Prozent. Auch die 60- bis 69-Jährigen wählten zu 41 Prozent die AfD.
Auch bei den jüngsten Wählern zwischen 16 und 24 Jahren lag die AfD mit 35 Prozent vorn. Am geringsten war die Zustimmung für die Partei bei den über 70-Jährigen mit 26 Prozent – in dieser Altersgruppe wählte mehr als die Hälfte (52 Prozent) die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.
Auch eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF bestätigt diesen Trend. Bei den unter 30-Jährigen kommt die AfD demnach auf 37 Prozent, bei den 30- bis 44-Jährigen auf 43 Prozent und bei den 45- bis 59-Jährigen sogar auf 45 Prozent. Erst bei den über 60-Jährigen bekommt sie weniger Zustimmung und erreicht 32 Prozent.
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