Schiedsrichter-Streit bei Spiel gegen Argentinien
Ägypten erhebt schwere Vorwürfe nach Elfmeter-Szene
07.07.2026 – 22:28 UhrLesedauer: 1 Min.
Kurz vor dem argentinischen Siegtreffer in der Nachspielzeit zieht ein Argentinier einen Ägypter am Trikot – ohne Konsequenzen. Zwei Schiedsrichterexperten sind sich einig, was der Referee hätte pfeifen müssen.
Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan hat nach dem 2:3-Achtelfinal-Aus gegen Argentinien schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter erhoben. Unmittelbar vor dem Siegtreffer der Argentinier in der Nachspielzeit hatte Alexis Mac Allister seinen Gegenspieler Hamdi Fathi am Trikot gezogen – eine Szene, die laut zwei Schiedsrichterexperten ein Elfmeter hätte sein müssen.
Hassan sagte: „Ich glaube, die Auswirkungen dieses Ergebnisses reichen weit über die Niederlage selbst hinaus, denn wir haben weder Respekt noch Fair Play erfahren. Es schien, als habe die argentinische Seite Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt.“
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Die strittige Szene ereignete sich in der 90.+2 Minute: Mac Allister zog Fathi am Trikot, als dieser in den argentinischen Strafraum eindrang. Ein Elfmeterpfiff blieb aus. Kurz darauf erzielte Enzo Fernández den 3:2-Siegtreffer. Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich bewertete die Szene bei MagentaTV klar. „Für mich, und da bin ich relativ deutlich, ist das eigentlich ein Strafstoß.“
Auch ARD-Schiedsrichterexperte Lutz Wagner hat eine ähnliche Meinung. Der 63-Jährige attestierte Argentinien, „sehr viel Glück gehabt“ zu haben. Der Videoschiedsrichter schritt im Anschluss nicht ein. Ittrich spekuliert, dass das Vergehen wohl als nicht eingriffswürdig erachtet wurde, „anders kann ich es mir nicht erklären“. Wagner ist der Meinung, dass im Schiedsrichterteam wohl die „letzte Überzeugung gefehlt“ habe, „um auf einen glasklaren Fehler zu kommen“.
