Hohe Strafe

Sexistische Aussage: Tennisprofi verliert Hälfte des Preisgelds

Aktualisiert am 01.06.2026 – 15:56 UhrLesedauer: 1 Min.

Adolfo Daniel Vallejo: Nach seiner Niederlage lieferte er einen Eklat. (Quelle: Emma Da Silva/AP/dpa/dpa-bilder)

Nach einer Niederlage bei den French Open macht Adolfo Daniel Vallejo eine abfällige Aussage über die Schiedsrichterin – und zahlt dafür einen hohen Preis.

65.000 US-Dollar muss der paraguayische Tennisprofi Adolfo Daniel Vallejo bei den French Open in Paris zahlen. Das entspricht der Hälfte des von ihm gewonnenen Preisgelds. Es ist die Strafe für eine sexistische Aussage über Schiedsrichterin Ana Carvalho nach seiner Zweitrunden-Niederlage.

Turnierdirektorin Amélie Mauresmo gab die Strafhöhe bei einer Presserunde bekannt. Das Grand-Slam-Turnier hatte zuvor „jegliche sexistische Äußerung“ aufs Schärfste verurteilt und „eine empfindliche Geldstrafe“ angekündigt.

Vallejo rudert nach öffentlichem Aufschrei zurück

Auslöser war eine Aussage des 22-Jährigen, die das Tennis-Magazin „Clay“ zitierte. Nach seiner Fünfsatzniederlage gegen den 17-jährigen Franzosen Moïse Kouamé sagte Vallejo: „Ein solches Match muss von einem Mann geleitet werden, für eine Frau ist das sehr schwierig.“

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Das knapp fünfstündige Match auf dem Court Suzanne Lenglen war von einer aufgeheizten Atmosphäre geprägt. Viele Franzosen auf den Rängen hatten mächtig Stimmung für Kouamé gemacht. Bei diesen Bedingungen brauche man „viel Kraft, um gegen die Zuschauer anzukommen“, meinte Vallejo.

Auf Instagram entschuldigte sich der Tennisprofi. Er sei „sehr aufgebracht und emotional aufgewühlt“ gewesen, schrieb er. Seine Aussagen seien aber falsch interpretiert worden: „Ich möchte außerdem klarstellen, dass ich ihr die Niederlage nicht anlaste, sie hat während des gesamten Spiels eine gute Leistung gezeigt.“

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