Umfrage zeigt
Das empfinden Verbraucher beim Trinkgeldgeben
07.11.2026 – 12:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Ob bar, per Karte oder Tippbox: Die Zahlungsart beeinflusst die Trinkgeldbereitschaft erheblich. Eine Studie liefert aufschlussreiche Zahlen zum Verhalten der Deutschen.
Zehn Prozent, bei gutem Service gerne mehr, bei schlechtem oder keinem Service entsprechend weniger oder gar nichts. So lautete die ungeschriebene Regel fürs Trinkgeldgeben. Haben sich im Laufe der Zeit und durch die Einführung der Trinkgeldoption auf dem Kartenterminal das Verhältnis und die Regel inzwischen verändert? Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Appinio im Auftrag des Kassensystemdienstleisters Lightspeed zeigt es.
Fast ein Drittel gibt kaum Trinkgeld
Der Großteil der Befragten (42,5 Prozent) gibt nach eigenen Angaben üblicherweise zwischen 6 und 10 Prozent Trinkgeld. Knapp ein Drittel (30,6 Prozent) gibt zwischen 1 und 5 Prozent. 6 Prozent geben grundsätzlich kein Trinkgeld. Gut jeder Siebte (15,4 Prozent) entscheidet je nach Zufriedenheit.
Ausschlaggebendes Kriterium ist für die meisten (73,5 Prozent) die Qualität des Services, also die Freundlichkeit und Schnelligkeit. Aber auch die Höhe der Rechnung (46,5 Prozent), die eigene finanzielle Situation (40,3 Prozent) und Emotionen (31,8 Prozent) spielen eine entscheidende Rolle.
Knapp jeder Fünfte (17,9 Prozent) gibt Trinkgeld, weil es der gesellschaftlichen Norm entspricht.
- Reisetipp: In diesen Ländern ist das Trinkgeld in der Rechnung enthalten
Die Bereitschaft, Trinkgeld zu geben, verändert sich jedoch in bestimmten Situationen teilweise. Kann das Trinkgeld nur digital gegeben werden, gibt ein Drittel (32,1 Prozent) weniger als üblich. 5,5 Prozent geben in diesem Fall mehr. Und auch die kleine Trinkgeldbox an der Kasse führt bei einem Viertel (26,5 Prozent) dazu, eher weniger Trinkgeld zu geben. Nur 7,1 Prozent geben in diesem Fall mehr. Für das Servicepersonal positiv wirkt es sich aus, wenn die Kunden ihm das Trinkgeld bar in die Hand geben können. In diesem Fall gibt ein Viertel (24 Prozent) mehr als üblich.
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Zwar ist die Mehrheit der Befragten (81,4 Prozent) der Meinung, dass Trinkgeld freiwillig ist. Viele (52,3 Prozent) finden aber auch, dass das Geben von Trinkgeld sozialen Druck unter den Gästen erzeugt. Fast genauso viele (52,2 Prozent) sind der Meinung, dass das Servicepersonal auf das Trinkgeld angewiesen ist. Dementsprechend empfindet es mehr als ein Drittel (35,2 Prozent) auch als Pflicht, Trinkgeld zu geben.
Zur Methodik
Die Umfrage wurde von dem Marktforschungsinstitut Appinio im Auftrag des Dienstleisters für Kassensysteme Lightspeed im April 2026 online durchgeführt. Teilgenommen haben 1.000 Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind. Das Durchschnittsalter war 43 Jahre.