Amtliche Warnung ausgerufen
125 Jahre alte Firma steht in Flammen
05.11.2026 – 08:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Rauchsäule ist weithin zu sehen, die Feuerwehr ist im Dauereinsatz: Ein brennender Baumarkt stellt die Retter vor besondere Herausforderungen.
Im Landkreis Pinneberg in Schleswig-Holstein ist die Feuerwehr seit Mittwochabend wegen eines brennenden Baumarkts im Großeinsatz. Verletzte gebe es durch die Flammen in Wedel westlich von Hamburg nicht, teilte die Feuerwehr mit. Für das Stadtgebiet wurde eine amtliche Warnung ausgerufen: Die Anwohner sollen wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen halten.
Der Großbrand war laut Feuerwehr gegen 23.10 Uhr ausgebrochen. Eine Außenhalle brannte vollständig ab und stürzte ein. Gasflaschen, die in dem Markt gelagert waren, explodierten. Die Flammen breiteten sich auf eine benachbarte Sporthalle aus. Zwei Tennishallen seien akut einsturzgefährdet und dürften nicht mehr betreten werden, hieß es.
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Wegen der engen Bebauung in dem Bereich drohten die Flammen zudem auf mehrere Wohnhäuser überzugreifen. Laut Feuerwehr mussten 21 Personen ihre Wohnhäuser vorübergehend verlassen. Die meisten von ihnen konnten inzwischen in ihre Wohnungen zurückkehren.
Baustoffhandel brennt: Filiale bleibt geschlossen
Insgesamt waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Zur Schadenshöhe und zur Brandursache gab es zunächst keine Informationen. Dem NDR sagte ein Feuerwehrsprecher, er rechne mit einem Einsatz bis in den Donnerstagvormittag hinein.
In der Bevölkerung der 34.000-Einwohner-Stadt Wedel löste das Feuer Unruhe aus. In der Facebook-Gruppe „Wedel-Germany“ meldeten mehrere Anwohner Explosionsgeräusche. Menschen posteten Fotos von riesigen Rauchsäulen über dem Ort.
Der betroffene Baustoffhandel teilte auf seiner Webseite mit, der Standort bleibe wegen des Brandes bis auf Weiteres geschlossen. „Sobald wir mehr wissen, erfahren Sie es hier“, hieß es. Die in Wedel gegründete Firma besteht seit 125 Jahren und hat laut eigenen Angaben acht Standorte in Norddeutschland.