Polizeieinsatz in München
Toter Junge in Hotelzimmer – Mutter unter Verdacht
Aktualisiert am 05.11.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein 13-Jähriger wird in einem Münchner Hotel tot aufgefunden. Jetzt äußert die Polizei einen Verdacht.
Nach dem Fund eines toten 13-Jährigen in einem Münchner Hotel richtet sich der Verdacht der Ermittler gegen die Mutter des Kindes. Die 37-Jährige sei im selben Zimmer gefunden worden, teilte die Polizei mit. Nach ersten Ermittlungen gebe es einen konkreten Tatverdacht gegen die Mutter, ihren Sohn getötet zu haben. Die Ermittler prüfen demnach, ob für die Frau mit ukrainischer Staatsangehörigkeit Untersuchungshaft oder eine Unterbringung in einer Fachklinik beantragt wird.
Wegen ihres schlechten Gesundheitszustands war die Frau am Mittwoch in eine Klinik gebracht worden, in Lebensgefahr schwebte sie laut Polizei aber nicht. Wie genau der 13-Jährige getötet worden sein könnte, blieb zunächst weiter unklar. Eine Obduktion habe zunächst kein eindeutiges Ergebnis zur Todesursache geliefert, teilten die Ermittler mit. Experten der Spurensicherung hätten im Hotelzimmer verschiedene Gegenstände sichergestellt. „Weitere Detailuntersuchungen“ stünden noch aus.
- Gewalttat: Totes Kind in Hotelzimmer entdeckt
Den Angaben zufolge hatte sich die Großmutter des 13-Jährigen am Mittwoch bei der Hotelrezeption gemeldet, weil sie sich Sorgen um ihre Angehörigen machte. Mutter und Sohn, die laut Polizei in Rheinland-Pfalz wohnten, befanden sich demnach seit Ende September in München. Ein Mitarbeiter des Hotels habe in dem angemieteten Zimmer daraufhin den toten 13-Jährigen entdeckt und einen Notruf abgesetzt. Zur Betreuung der Hotelmitarbeiter war später auch ein Kriseninterventionsteam im Einsatz.
Brandenburg: Totes Baby in Obdachlosenunterkunft entdeckt
Ein ähnlicher Fall wurde am Mittwoch in Brandenburg bekannt. In einer Obdachlosenunterkunft war bereits am Sonntag ein totes Neugeborenes gefunden worden, wie die Staatsanwaltschaft Cottbus dem RBB bestätigte. Die Leiche des Babys sei demnach bereits obduziert worden. Derzeit gehe die Staatsanwaltschaft davon aus, dass das Kleinkind kurz nach der Geburt verstarb.
Laut Staatsanwaltschaft laufen Ermittlungen gegen die 39-jährige Mutter wegen Totschlags. „Es sieht nach einem Gewaltverbrechen aus“, teilte die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur mit. Über die Art der Verletzungen und den konkreten Fundort machte der Sprecher mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben. Die Frau sitzt in der Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben in Untersuchungshaft.
Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.