Handwerk, Industrie und ein Besuch in Polen
Hubert Aiwangers letzte Termine
04.11.2026 – 23:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Hubert Aiwanger war ein umtriebiger Politiker. In den Tagen vor seinem Tod war er in mehreren Bundesländern unterwegs.
Seine geplante Rede in Berlin vor den Freien Wählern hat Hubert Aiwanger nicht mehr halten können. Der Chef der Freien Wähler wurde am Mittwochabend tot in einem Berliner Hotel aufgefunden. Er hatte den Auftritt abgesagt, weil er sich nicht wohl fühlte, hieß es aus Parteikreisen.
Die Tage zuvor waren wie meist bei dem niederbayerischen Politiker vollgepackt mit Besuchen und Reisen. Einen seiner letzten Termine hatte der bayerische Wirtschaftsminister beim Zentralverband Oberflächentechnik in Nordrhein-Westfalen, wo er sich über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche erkundigte. „Eine systemrelevante Branche“ nannte Aiwanger in einem am Dienstag veröffentlichten Video die Unternehmen, die Metalloberflächen veredeln und auch für die bayerische Autoindustrie wichtig sein. Ebenfalls am Dienstag berichtete er aus Schwandorf in der Oberpfalz, wo er eine Zwischenbilanz des Projekts Künstliche Intelligenz im Handwerk Niederbayern-Oberpfalz zog.
Am Sonntag hatte sich der Freie-Wähler-Chef aus Schleswig-Holstein gemeldet, wo er bereits den Wahlkampf für die Landtagswahlen im April einläutete und eine Kandidatin vorstellte. Einen Tag zuvor meldete er sich von einem Termin, wo er eine Fischaufstiegshilfe in Landsberg am Lech besuchte.
Wirtschaftsgespräche in Polen

Ende Oktober war Hubert Aiwanger mit einer Wirtschaftsdelegation in Polen gewesen. In der polnischen Hauptstadt Warschau führte er Gespräche über eine engere Zusammenarbeit zwischen bayerischen und polnischen Unternehmen. Im Mittelpunkt standen nach Angaben des bayerischen Wirtschaftsministeriums Kooperationsmöglichkeiten in der Automobilindustrie, der Satellitentechnologie sowie der Luft- und Raumfahrt. Aiwanger traf dort die Staatssekretäre im polnischen Wirtschaftsministerium, Michal Baranowski, und im Digitalministerium, Rafal Rosinski.
Für Ende November hatte Aiwanger eine Reise mit einer Delegation nach China geplant. Im Mittelpunkt der Reise in die Metropolregion Shanghai/Jangtse-Delta sollten Intelligente Fertigung, Automatisierung sowie Robotik und Künstliche Intelligenz in der industriellen Produktion stehen. Das Programm umfasste unter anderem Unternehmensbesuche bei bayerischen und chinesischen Firmen, einen Mittelstands-Workshop sowie Gespräche mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik vor Ort.