CSU-Chef Söder über Aiwanger
„Absolute Tragödie“
Aktualisiert am 04.11.2026 – 22:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Hubert Aiwanger sollte in Berlin ein neues Büro der Freien Wähler eröffnen, doch dazu kam es nicht. CSU-Landesgruppenchef Hoffmann erinnert an den Politiker.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Tod von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger bestätigt. „Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt. Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern“, erklärte Söder am Mittwochabend. Aiwanger war auch bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Regierungschef.
- Freie-Wähler-Chef Aiwanger im Interview: „Das trifft nicht die Mehrheitsmeinung“
- Bayerns Vize-Regierungschef: Hubert Aiwanger tot in Hotelzimmer gefunden
Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hat den überraschend gestorbenen Freie-Wähler-Chef gewürdigt. „Die Nachricht vom plötzlichen Tod Hubert Aiwangers macht traurig und betroffen“, schrieb Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden. Hubert Aiwanger war streitbar, aber unbestreitbar ein Vollblutpolitiker, der Bayern geprägt hat.“

Özdemir: „Bestürzt mich sehr“
Aiwanger war am Mittwoch nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin tot in einem Berliner Hotelzimmer entdeckt worden. Am Nachmittag hätte er bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten sollen. Er habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen, erfuhr die dpa. Später sei er dann nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden. Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben. Aiwanger wurde 55 Jahre alt.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) würdigte Aiwanger ebenfalls als streitbaren Politiker. „Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger bestürzt mich sehr“, schrieb Özdemir auf der Plattform X. Der bayerische Vize-Ministerpräsident habe Ecken und Kanten gehabt und für seine Überzeugungen gekämpft. Özdemir richtete seine Gedanken an Aiwangers Familie und alle, die ihm nahestanden. „Mein aufrichtiges Beileid!“
Polizei und Staatsanwaltschaft in der Bundeshauptstadt haben ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Ziel sei es, „die konkrete Todesursache und den Hergang des Todes herauszufinden sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen“, erklärten die Ermittler am Mittwochabend.