„Es hat unsere Sprache verschandelt“
Heino droht wegen Gendern mit Anwalt – Produzentin gibt nach
29.10.2026 – 17:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Volksmusik-Star Heino übernahm eine Gastrolle in einem Serien-Pilotfilm. Dann änderte die Produzentin den Titel – Heino soll Konsequenzen gezogen haben.
Im August stand Heino für den Serien-Pilotfilm „Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee“ vor der Kamera. Der 87-Jährige spielte sich selbst in einer Gastrolle. Doch noch während der Dreharbeiten änderte Regisseurin und Produzentin Stefanie Mayer den Titel in „Die Rettungsschwimmer:innen“. Für Heino ist das einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge nicht hinnehmbar gewesen.
Der Sänger, der das Gendern ablehnt, habe die Rückkehr zum ursprünglichen Titel gefordert. Als er erfahren habe, dass der Film unter dem neuen Namen bereits TV-Sendern angeboten worden sein soll, habe er seinen Rechtsanwalt eingeschaltet. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, hat die Produzentin inzwischen nachgegeben.
Zunächst habe Mayer die Änderung als bloßen „Arbeitstitel“ bezeichnet, wollte dann aber auch so bei dem Titel bleiben. Heinos Drohung, aus dem Projekt auszusteigen, habe zunächst keine Wirkung gezeigt – erst das darauffolgende Schreiben seines Anwalts.
In dem Schreiben an die Produzentin heiße es dem Bericht zufolge: „Wir untersagen Ihnen hiermit die Verwertung, Veröffentlichung, Verbreitung oder sonstige Nutzung jeglichen unseren Mandanten betreffenden Materials in Wort und Bild im Rahmen der streitgegenständlichen Produktion.“ Ohne Rückkehr zum ursprünglichen Titel sollten die Szenen mit Heino also nicht länger in dem fertigen Film zu sehen sein.
Produzentin kommt Heinos Wunsch nach
Wenige Tage nach dem Anwaltsschreiben lenkte Mayer ein. Sie erklärte „Bild“: „Ich habe mich als Produzentin und Regisseurin entschieden, den Arbeitstitel unseres Films in ‚Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee‘ zu ändern. Gleichzeitig möchte ich klarstellen, dass ich weiterhin zur gendergerechten Sprache und zu meinen persönlichen Überzeugungen stehe. Aber für mich steht jetzt der Erfolg des Filmprojekts im Vordergrund.“
Heino, der somit Teil des Films bleibt, sagte „Bild“: „Man muss für seine Überzeugungen einstehen. Gendern ist mit mir nicht zu machen!“ Das Gendern sei etwas, das „unsere schöne, deutsche Sprache verschandelt“ und zudem längst überholt. Heino dagegen sei „jemand, der sehr bewusst in der Gegenwart lebt“.