„Captain Picard“
Hier lernten sich Patrick Stewart und seine Frau kennen
29.10.2026 – 23:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie kellnerte, er war Gast: Patrick Stewart und Sunny Ozell trafen sich in einem New Yorker Restaurant.
Sunny Ozell und der am Mittwoch verstorbene Schauspieler Patrick Stewart haben sich bei der Arbeit kennengelernt – zumindest aus Ozells Sicht. Denn sie verriet 2013 in einem Gespräch mit dem Portal „Grub Street“, was es mit der gemeinsamen Geschichte im Restaurant „Franny’s“ auf sich hatte. Hier arbeitete sie nämlich als Kellnerin, als sie Patrick Stewart traf.
Der als Captain Jean-Luc Picard des Raumschiffs Enterprise weltbekannt gewordene Brite starb im Alter von 86 in seinem Zuhause im kalifornischen Los Angeles, wie seine langjährige Sprecherin Kelly Bush Novak der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Stewart litt an einer Alzheimer-Erkrankung sowie an der Lewy-Körperchen-Demenz, einer selteneren Demenzform.
Zunächst sprach Ozell in dem Gespräch, das die Reporter auf einer Party mit ihr führten, über ihren früheren Arbeitsplatz. Dann kam Stewart dazu, hörte zu und schaltete sich ein: „Genau, genau, da haben wir uns kennengelernt … Ach, das hast du gar nicht gesagt!“, sagte er den Reportern. Ozell antwortete lachend: „Ich wusste es nicht!“ Viel mehr wollte Stewart zur Geschichte nicht verraten: „Wir haben uns dort kennengelernt. Mehr gibt es dazu nicht.“ Ozell ergänzte: „Er war am BAM (Brooklyn Academy of Music). Er war dort gerade auf der Zielgeraden.“
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„Er ist Engländer, mehr sage ich nicht“
Ob Stewart wenigstens ordentlich Trinkgeld gegeben hatte? Ozell ließ sich mit der Antwort Zeit. Nach einer langen Pause sagte sie: „Er ist Engländer, mehr sage ich nicht.“ Dann fügte sie lachend hinzu: „Da mussten wir ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten und mal ein ernstes Wörtchen miteinander reden.“
Für „Franny’s“ fand Ozell nur gute Worte. Sie habe das Restaurant „Servana“ genannt, eine Anspielung auf „Nirvana für Kellner“. Als kreativer Mensch habe sie in New York „eine Art Söldner-Dienstzeit“ in Restaurants absolviert. „Franny’s“ sei für sie ein Zuhause und eine Familie gewesen, sagte sie: „Ich stehe allen, mit denen ich gearbeitet habe, sehr nahe.“
Am Ende sei es aber vor allem um das Essen gegangen – und um die Weinkarte. An Wochenenden sei es in dem engen Lokal manchmal knapp geworden: „Es gab Momente, in denen es sich anfühlte, als würden wir gleich die Nerven verlieren, aber wir haben immer die Fassung bewahrt.“
Vier Jahre lang arbeitete Ozell nach eigenen Angaben dort. Besonders schätzte sie die Gemeinschaft, das Restaurant sei „wie eine Kantine für die Nachbarschaft“ gewesen. „Ich habe Mamas mit dickem Bauch gesehen, und ihre Kinder kommen jetzt in den Kindergarten“, sagte sie.